Religion Statue der Mandarom wird in die Luft gejagt
Castellane - Die 33 Meter hohe Statue der so genannten Mandarom-Sekte steht im südostfranzösischen Castellane. Die französische Justiz hält die Sekte für gefährlich. Ein Mitglied der Sekte kettete sich am Mittwoch an der Statue an, um die Zerstörung zu verhindern. Ein anderer Vertreter verglich die geplante Zerstörung der Riesenstatue mit der Vernichtung der Buddhafiguren im März durch die Taliban in Afghanistan.
Der zur Sprengung vorgesehene Betonkoloss stellt den Guru der Sekte dar, den vor drei Jahren gestorbenen und von seinen Anhängern als "kosmo-planetarer Messias" bezeichneten Gilbert Bourdin. Gegen Bourdin lief ein Verfahren wegen Vergewaltigung. Er starb allerdings vor dem Prozessbeginn. Die Errichtung seiner Statue vor elf Jahren war illegal. Ein Kassationsgericht hatte den Behörden nach siebenjährigem Rechtstreit im Juni 2000 in dieser Frage Recht gegeben.
Nachdem ein Sektenmitglied der Polizei den Zugang zum Sektengelände verweigert hatte, sind etwa 70 Beamte gewaltsam in die "heilige Stadt von Mandarom Shambhasalem" eingedrungen. Seitdem halten sie die Statue umstellt und das Gelände in einem Umkreis von etwa 150 Metern abgesperrt.