Rente: Private Altersvorsorge erst ab 2002 - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Rente Private Altersvorsorge erst ab 2002

Der Einstieg in die staatlich geförderte Altersvorsorge wird um ein Jahr auf 2002 verschoben. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, ein früherer Einstieg hätte zu einer erheblichen Belastung der Haushalte von Bund und Ländern geführt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Bundesarbeitsminister Walter Riester und Bundesfinanzminister Hans Eichel haben sich darauf geeinigt, den Einstieg in die staatlich geförderte private Altersvorsorge um ein Jahr zu verschieben. Dies müssten noch die Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen zustimmen.

Mit der Startverzögerung ist überdies eine bedeutsame Änderung bei der Staffelung des Förderprogramms verbunden: Statt - wie bislang geplant - in acht Schritten mit je 0,5 Prozent soll der Aufbau der kapitalgedeckten Privatrente nun in vier Schritten zu je einem Prozent des Bruttoverdienstes erfolgen. Der Aufbau der privaten Altersvorsorge soll demnach 2002 mit einem Beitrag von einem Prozent des Bruttolohnes beginnen. Er steigt dann 2004, 2006 und 2008 um je einen Prozentpunkt auf insgesamt vier Prozent.

Wer wie viel sparen muss, um die Förderung zu erhalten, hängt von der Kinderzahl ab: So wird von einem Arbeitnehmer ohne Kinder eine Eigenleistung von mindestens 90 Mark zur Privatvorsorge erwartet. Bei einem Kind sind es noch 75 Mark, ab zwei Kindern 60 Mark Eigenbeitrag. Diese Beträge ergänzt der Staat in den ersten beiden Jahren um 90 Mark je Kind. Die so genannte Kinderkomponente steigt dann bis auf 360 Mark im Jahr 2008.