Reptilienfan gebissen: Schlangengrube im Wohnzimmer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Reptilienfan gebissen Schlangengrube im Wohnzimmer

Sein exotisches Hobby hat einen Hamburger in eine lebensgefährliche Situation gebracht: Der Reptilienfan wurde von einer Klapperschlange gebissen. In der Wohnung des 45-Jährigen entdeckten Polizisten noch etliche andere gefährliche Tiere.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der Mann hatte den Ermittlungen zufolge gestern Abend eines der insgesamt 13 Terrarien geöffnet, dabei wurde er gleich zwei Mal von einer Klapperschlange in den Oberarm gebissen und verlor das Bewusstsein. Erst nach zwei Stunden kam er wieder zu sich, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Mit letzter Kraft habe der benommene Mann die Schlange wieder ins Terrarium gelegt und die Rettungskräfte alarmiert. Der 45-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht und schwebt zurzeit noch in Lebensgefahr.

Die Beamten entdeckten in der Wohnung insgesamt 21 Giftschlangen sowie acht Würgeschlangen und eine Wolfsspinne. Unter den Giftschlangen befanden sich Gabunvipern, Zwergottern, Sidewinder-Klapperschlangen, eine Mamba, Tigerottern, Kettenklapperschlangen und Bolyerschlangen.

Da der Verdacht eines Artenschutzdeliktes besteht und ein möglicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, wurden weitere Ermittlungen eingeleitet. Die Reptilien wurden abgeholt und artgerecht untergebracht.