Rex Gildo Gerichtsstreit ums Erbe vertagt
München - Das Landgericht München hat das Verfahren auf den 6. Dezember vertagt. In dem Prozess fordert der Lebensgefährte des Schlagerbarden, Dave Klingeberg, von Gildos Witwe Marion Hirtreiter einen Teil des Erbes. Klingebergs Anwalt legte ein handschriftliches Testament vor, das seinem Mandanten die Hälfte der künftigen Tantiemen abzüglich von Schulden zusichert. Klingeberg und Hirtreiter ließen sich vor Gericht von ihren Anwälten entschuldigen.
Der 27-jährige Klingeberg fordert in dem Verfahren zunächst Auskunft über die Höhe der Hinterlassenschaft. Zuvor muss aber geprüft werden, ob der vorgelegte und nicht datierte "Zettel" überhaupt ein gültiges Vermächtnis ist, stellte die vorsitzende Richterin Gabriele Reiter klar. Die 62-jährige Witwe Marion Hirtreiter macht geltend, das Testament sei lediglich ein Entwurf und deshalb nicht gültig. Die Argumente der Streitgegner seien "schwammig", tadelte die Richterin. Sie sollten nun bis zum 15. November erhärtet werden.
Gesetzliche Erben des Sängers sind seine Witwe sowie zwei Schwestern und eine Nichte. Marion Hirtreiters Anwalt Roland Hasl meinte, der Streit sei müßig. Die mit Hypotheken belastete Villa von Gildo in Bad Feilnbach habe beim Verkauf nicht einmal die Verbindlichkeiten gedeckt, hohe Tantiemen für Schallplatten des Sängers seien nicht zu erwarten. Rex Gildo, in den siebziger Jahren ein Star, war zuletzt fast nur noch auf Betriebsfesten aufgetreten.