Rheinischer Karneval Schröder umgeben von Narren
Bonn - Im letzten Jahr hatte der Kanzler die rheinischen Jecken noch an die Spree eingeladen. Unklar blieb daher, warum der Empfang weiterhin in Bonn und nicht am neuen Regierungssitz stattfand. Als möglichen Grund wurde auf den mangelnden Humor des Bundestagspräsidenten Thierse hingewiesen. Doch der Kanzler betonte den Narren gegenüber, dass es auch in Berlin Humor gebe. Schröder ließ es sich nicht nehmen, mit der Kölner "Jungfrau Petra", in Wirklichkeit ein Peter mit blonder Gretchen-Perücke, zu schunkeln. Der Kanzler verteilte "Bützchen" und wehrte sich keineswegs gegen die närrische Machtübernahme. Zwar sei er als Norddeutscher kein ausgemachter Karnevalist, doch habe er Verständnis für die karnevalistische Fröhlichkeit. Auch im kommenden Jahr wolle er am Tag vor Weiberfastnacht die Jecken empfangen.