Riesiger Ölteppich Brand auf australischer Bohrinsel
Australien: Dicker Rauch stieg über einer Bohrinsel in der Timorsee auf
Foto: AFPSydney - Seit Monaten bedroht ein großer Ölteppich die Meereswelt vor der australischen Nordwestküste. Auf einer Bohrinsel fließt seit dem 21. August ununterbrochen Öl aus einem Bohrloch unter der Plattform.
Nachdem es den Spezialisten gelungen sei, das Leck auf der Anlage West Atlas in der Timorsee teilweise zu schließen, sei am Sonntag ein Feuer ausgebrochen, erklärte die Ölfirma PTTEP Australasia. Das auf der Bohrinsel arbeitende Personal sowie sämtliches Material seien in Sicherheit gebracht worden. Angaben über die Schwere des Brands und mögliche Schäden lagen zunächst nicht vor.
Australiens Energieminister Martin Ferguson forderte die Nationale Behörde für Ölsicherheit zur Unterstützung auf. Die Versuche, das Leck zu schließen, seien unterbrochen worden, erklärte Ferguson. Der derzeitige Einsatz konzentriere sich darauf, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.
Aus dem Leck in dem Nebenmeer des Indischen Ozeans zwischen Australien und Osttimor treten seit gut zwei Monaten Öl, Gas und Kondenswasser aus. Die Betreiber der Plattform schätzen den Ölaustritt auf täglich bis zu 400 Barrel, das sind mehr als 63.000 Liter.
Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, das Loch zu stopfen, hatte die Firma damit begonnen, schweren Schlamm hineinzuschütten. Umweltschützer fürchten, dass der Ölteppich das Leben Tausender Meerestiere bedroht und langfristige Folgen für die Umwelt in der Region hat. Nach Angaben der Umweltstiftung WWF ist die Region eine der wichtigsten Durchzugsgebiete für Meerestiere. Fischer haben nach Angaben von Naturschützern bereits mit Öl verschmierte Schildkröten in der Umgebung gesichtet.