Rio-Karneval einmal anders Mit Schlamm, Charme und Melone
Die ganz große Party steigt heute Abend im Sambódromo, doch schon seit gestern ist in Brasilien der Teufel los. Hunderttausende Partyverrückte stürzten sich ins bunte Treiben auf den Straßen der Großstädte, bei den Kostümen kannte die Kreativität wieder einmal keine Grenzen.
Auch wenn Viele nur Blicke für die leicht bekleideten Tänzerinnen der Sambaschulen übrig haben sie verpassen etwas, denn die Kostüme der Passanten sind häufig mindestens genauso aufwendig und originell, wenn auch nicht immer gleichermaßen erotisch. Da wäre etwa die Gruppe "Bloco de Lama", die ihren ganzen Körper mit Schlamm bedecken und im glibberigen Pechschwarz-Look an den Paraden teilnehmen.
Nicht jeder trifft allerdings bei der Kostümwahl den richtigen Ton: Die Sambagruppe Viradouro hatte geplant, in Rio mit einem Wagen mit Holocaust-Thema an der Parade teilzunehmen mit Tänzerinnen im Hitler-Kostüm und Leichen aus Pappmaché. Auf Antrag der jüdischen Gemeinde in Rio wurde das jedoch in letzter Minute per Gerichtsbeschluss verhindert.
sto