Riskantes Manöver Einwandtanker soll freigeschleppt werden
Århus - Die "Acushnet" war am Freitag östlich von Samsø das erste Mal auf Grund gelaufen. Am Sonntagabend war es Bergungseinheiten gelungen, das Schiff frei zu bekommen, dann war der Tanker aber sofort wieder auf dem Meeresboden aufgesessen. Die zweite Havarie ereignete sich nach Angaben der Seenotrettungszentrale in Århus am Sonntagabend genau da, wo der Tanker schon beim ersten Mal nach einem Navigationsfehler auf Grund gelaufen war
Zuvor waren 1700 der rund 35.000 Tonnen Öl an Bord des auf den Bahamas registrierten 179 Meter langen Schiff auf den dänischen Tanker "Situla" umgepumpt worden. Die Chancen, den Tanker nun am Montagabend endgültig mit der Flut frei zu bekommen, wurden als gut bewertet, da sich das Schiff nach Angaben der Seenotzentrale nun in einer günstigeren Position befinde.
Die 1981 gebaute "Acushnet" hat nur einen einwandigen Rumpf und gehört damit zur selben Gruppe von Öltankern wie die "Prestige", die im November vor der spanischen Nordwestküste mit mehr als 70.000 Tonnen Rohöl gesunken war und dabei die schlimmste Umweltkatastrophe des Landes ausgelöst hatte.