Ritualmord Baby für Erdgott geköpft
Lima - Wie ein Polizeibeamter in der Provinzhauptstadt Puno mitteilte, handelt es sich bei dem Kind um einen Jungen von etwa sieben Monaten. Er sei auf einem Berg am Titicaca-See in der Nähe der bolivianischen Grenze gefunden worden. Neben dem enthaupteten Körper standen Blumen und Behälter mit Blut.
Viele Indianer, die im Andenhochland leben, glauben, dass Erdgottheiten auf Berggipfeln leben. Menschen werden für die Gottheiten bereits seit der Zeit der Chavin-Kultur geopfert, die in Peru von 900 bis 200 vor Christus ihre Blütezeit hatte.
Wie der peruanische Anthropologe Juan Ossio erklärte, gehörten solche Rituale auch bei der Eroberung durch die Spanier noch zur Kultur der Inkas. In den Anden sei das Opfern von Menschen heute jedoch nicht mehr so weit verbreitet wie in der Kultur der Azteken in Mexiko. Nur noch selten würden in der Region am Titicaca-See Menschen rituell getötet - heute opferten die Indianer eher Lamas.