Rizin-Ermittlungen: Moschee als Terrorzentrale? - DER SPIEGEL
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Rizin-Ermittlungen Moschee als Terrorzentrale?

London gilt seit längerem als Ausbildungszentrum religiöser Extremisten. Nun geht die britische Regierung schärfer gegen Fanatiker vor: Bei der Durchsuchung einer Moschee wurden sieben Männer festgenommen. In dem Gotteshaus soll auch der "Schuhbomber" Richard Reid gebetet haben.
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London - Rund zwei Wochen nach dem Fund des Atemgifts Rizin haben die britischen Behörden ihren Kampf gegen mutmaßliche islamistische Extremisten verschärft: In den frühen Morgenstunden stürmten etwa 150 Sicherheitskräfte eine Moschee in Nordlondon und nahmen sieben Personen fest. Der Einsatz stehe im Zusammenhang mit dem Rizin-Fund am 5. Januar, bestätigte die Polizei. In dem Gebäude sei allerdings kein Gift gefunden worden.

Scotland Yard teilte mit, die Moschee stehe im Verdacht, beim Anwerben und der Unterstützung mutmaßlicher Terroristen im In- und Ausland eine Rolle zu spielen. Der Einsatz sei gezielt gegen Personen gerichtet gewesen, die verdächtigt würden, von der Moschee aus Terror-Akte auszuüben oder zu unterstützen. In der Moschee predigt der umstrittene moslemische Geistliche Abu Hamza al-Masri, der ein Sympathisant Osama Bin Ladens sein soll. Ob Al-Masri festgenommen wurde, gab die Polizei nicht bekannt.

Die vier Algerier, die im Zuge des Rizin-Funds Anfang Januar festgenommen wurden und inzwischen als Terroristen angeklagt sind, hatten die Finsbury-Park- Moschee in Nordlondon regelmäßig besucht. Auch Richard Reid, der als "Schuhbomber" bekannt wurde, soll ein regelmäßiger Gast in dem Gotteshaus gewesen sein. Reid hatte versucht, eine Boeing 767 der American Airlines auf einem Flug von Paris nach Miami in die Luft zu jagen. Den Sprengstoff hatte er in seinen Schuhen versteckt.