Rom Papst ins Krankenhaus eingeliefert
Rom - Der Papst sei in das Gemelli-Krankenhaus eingeliefert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Laut "Corriere della Sera" wurde der Pontifex gegen 23 Uhr in das Hospital eingeliefert - lediglich "als Vorsichtsmaßnahme". In dem Appartement im neunten Stock, in dem Johannes Paul II. untergebracht wurde, habe noch Licht gebrannt.
"Wir können bestätigen, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde", sagte Vatikan-Sprecher Ciro Benedettini der Nachrichtenagentur Reuters. Eine ausführliche Stellungnahme zum Gesundheitszustand des Papstes werde folgen.
Die Zeitung "La Repubblica" schrieb unter Berufung auf Vatikanquellen, der gesundheitliche Zustand des Papstes sei nicht Besorgnis erregend; der Papst habe seit Sonntagabend kein Fieber mehr.
Johannes Paul, der seit Oktober 1978 an der Spitze der katholischen Kirche steht, leidet seit Jahren an Parkinson, er kann so gut wie nicht mehr gehen, mitunter fällt ihm das Sprechen schwer. Immer wieder machte er bei Messen und öffentlichen Auftritten einen hinfälligen Eindruck, so etwa bei seiner bisher letzten Auslandsreise im vergangenen Sommer nach Lourdes in Frankreich.
Der Papst hatte zwar in den vergangenen Jahren mehrfach Audienzen wegen Erkältungen abgesagt, hatte sich aber niemals für mehrere Tage zurückgezogen. 1994 musste er nach einem Sturz im Badezimmer an der Hüfte operiert werden, zwei Jahre zuvor überstand der Pole eine schwere Darmoperation. Zugleich gab es damals Gerüchte über Krebs. Zu einem spektakulären Zwischenfall kam es Weihnachten 1995, als Johannes Paul seine Botschaft wegen eines Schwächeanfalls abbrechen musste.