Rom Polizei ermittelt gegen Lokführer der Unglücksbahn
Rom - Einen Tag nach dem U-Bahn-Unglück in Rom hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Fahrer des Unglückszuges aufgenommen. Gegen den Mann werde wegen fahrlässigen Totschlags und schwerer Körperverletzung ermittelt, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
Bei dem Unglück war am Dienstag eine U-Bahn auf einen an einer Station haltenden Zug aufgefahren. Eine Frau wurde dabei getötet, 236 weitere Menschen verletzt. Laut Ansa ergab eine erste Auswertung des Funkverkehrs, dass der Fahrer des zweiten Unglückszuges von der Zentrale die Genehmigung erhalten habe, trotz eines roten Haltesignals loszufahren - allerdings mit verminderter Geschwindigkeit. Augenzeugen hatten berichtet, der Zug sei mit hoher Geschwindigkeit eingefahren.
Nach dem Unglück wurde der Verkehr auf der betroffenen U-Bahn-Linie A heute morgen um 7.36 Uhr wieder aufgenommen, wie die Metro-Betreibergesellschaft mitteilte. Allerdings hielten die Züge nicht in der Station Vittorio Emmanuele II., in der sich der Unfall ereignet hatte. Der Bahnhof bleibt zunächst geschlossen. Die Rettungskräfte hatten dort die ganze Nacht gearbeitet, um die Unglückszüge abzutransportieren.
jjc/AP