Rom: "Terrortunnel" unter US-Botschaft entdeckt - DER SPIEGEL
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Rom "Terrortunnel" unter US-Botschaft entdeckt

Die italienischen Behörden haben neue Hinweise, dass die Männer, die vergangene Woche in Rom verhaftet worden waren, kurz vor einem Anschlag auf die US-Botschaft und die Wasserversorgung der Stadt standen. In der Kanalisation wurde ein Tunnel entdeckt, der groß genug gewesen sei, eine Bombe dort zu platzieren.
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Rom - In einem Kanal, der drei Metern unter der Erdoberfläche zur US-Botschaft in der zentralen Via Veneto führt, wurde in einer Mauer eine 60 Zentimeter große Öffnung entdeckt. Der vermutlich von den Terroristen herausgebrochene Tunnel sei somit groß genug, dass eine Person sich hätte hindurchwinden können. Die Behörden gehen davon aus, dass die Terroristen dort ein Gemisch aus Sprengstoff und giftigen Chemikalien explodieren lassen wollten.

Unmittelbar nach der Festnahme von vier Marokkanern, bei denen vier Kilogramm eines zyanidhaltigen Pulvers, Sprengstoff sowie Pläne der Gas- und Wasserleitungen im Bereich der Botschaft gefunden worden waren, hatte die Polizei die Kanalisation in der Nähe der amerikanischen Vertretung untersucht. Dabei wurde der Tunnel entdeckt. In der zweiten Januarwoche als die Kanäle untersucht worden seien, habe es das Loch noch nicht gegeben, berichteten Zeitungen.

Wäre es in dem Tunnel zur Explosion gekommen, wären auch die in dem Kanal befindlichen Gasleitungen und ein Treibstofflager im Areal der Botschaft in Brand geraten.

Nach Medienberichten vermuten die Behörden, dass die festgenommenen Männer nur die Vorarbeiten geleistet hätten. Vermutlich sollte ein weiteres Terrorkommando das Attentat durchführen, das aber noch nicht vor Ort gewesen sei. Der "Corriere della Sera" schrieb unter Berufung auf Ermittler, der Anschlag sei möglicherweise Tage, wenn nicht Stunden entfernt gewesen.

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