Gestorben Rose Dugdale, 82
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»Stolz und unbestechlich schuldig« bekannte sie sich mit erhobener Faust zu Verbrechen gegen den Staat. Der Staat war Großbritannien – für sie: »der schmutzige Feind«. Es war das Jahr 1974, Rose Dugdale stand wegen zweier historischer Verbrechen vor Gericht: des ersten Hubschrauberangriffs der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) auf eine Polizeistation und eines der größten Kunstraube der Geschichte. Eine von Dugdale angeführte IRA-Einheit hatte 19 Meisterwerke gestohlen, darunter Werke von Goya und Vermeer. Ihre Taten brachten Dugdale neun Jahre Gefängnis und internationale Berühmtheit ein. Sie stammte aus der britischen Oberschicht, studierte Philosophie, Politik, Wirtschaft in Oxford, lehrte Wirtschaft am Bedford College in London. Sie hätte in der akademischen Welt Karriere machen können, doch nach dem Blutsonntag 1972, als britische Fallschirmjäger 13 unbewaffnete Demonstranten erschossen, schloss sie sich der IRA an. Ihr Leben inspirierte Bücher und Filme, zuletzt »Baltimore«, der diese Woche in Großbritannien und Irland angelaufen ist. Rose Dugdale starb am 18. März in Dublin.