Rotenburg: Kannibale stellte sich der Polizei - DER SPIEGEL
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Rotenburg Kannibale stellte sich der Polizei

Der mutmaßliche Kannibale aus dem hessischen Rotenburg hätte noch fliehen können, als er merkte, dass die Fahnder auf seiner Spur waren. Doch offenbar stellte sich Armin M. freiwillig der Polizei.
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Berlin - Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, ging M. nach seinem ersten Verhör zu seinem Anwalt und gestand ihm, einen Menschen getötet und teilweise aufgegessen zu haben. Auf dessen Rat hin wurde dann die Polizei informiert.

Die Ermittler waren durch den Hinweis eines Internet-Surfers auf die Kontaktanzeige gestoßen, mit der M. neue Opfer suchte. Zunächst seien die Beamten nur dem Vorwurf der Gewaltverherrlichung nachgegangen, schreibt die "SZ". Als sie M. zu Hause aufsuchten, hätten sie jedoch auch Fleischstücke aus der Kühltruhe mitgenommen. Auch M. musste die Polizisten zunächst auf die Dienststelle begleiten. Weil es jedoch keinen "dringenden Tatverdacht" gegeben habe, habe er schon bald wieder nach Hause gehen dürfen.

Die Möglichkeit zur Flucht nutzte der mutmaßliche Kannibale jedoch nicht. "Er ist nicht der Typ dazu. Er steht zu dem, was er macht", zitiert die Zeitung Harald Ermel, einen Anwalt in Rotenburg. Den habe M. in seiner misslichen Situation aufgesucht. Ermel habe M. seit vielen Jahren gekannt und ihn bereits drei-, viermal vertreten - wegen Verkehrsdelikten und anderer Sachen. "Und deshalb ist er am Dienstag vergangener Woche vertrauensvoll zu mir gekommen."