Rubens, made in China - DER SPIEGEL
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GLOBALISIERUNG Rubens, made in China

• aus DER SPIEGEL 52/2003
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Das Erfolgsrezept der Globalisierung - in Europa entwerfen und in Billiglohnländern produzieren - funktioniert auch auf dem Kunstmarkt: Das niederländische Unternehmen »De Kunstfabriek« verdient sein Geld mit Ölgemälden, die anonyme Künstler in China malen und die dann, meist in Europa, für Preise bis zu 2500 Euro verkauft werden. Gemalt wird, was die Leute haben wollen, die Vorlagen für die Werke sind meist per Computer verfremdet. Besonders beliebt bei der Kundschaft sind Kühe, Landschaften und vergrößerte Details aus Bildern alter Meister, etwa die Madonna aus dem »Genter Altar« von Jan van Eyck oder Gesichter aus Bildern von Peter Paul Rubens. Die Kunstfabriek entwirft auch Collagen, wie das Motiv »Damen im 15. Jahrhundert« (160 x 160 Zentimeter), dessen Grundlage vier Bilder von Rogier van der Weyden sind. Zu Beginn habe die Kunstfabriek auch mit einheimischen Künstlern zusammengearbeitet, sagt Mitbegründer Jan Peter van Doorn, aber »die waren zu teuer und zu langsam«.

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