Ruhrgebiet: Drogenkrieg fordert neue Opfer - DER SPIEGEL
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Ruhrgebiet Drogenkrieg fordert neue Opfer

Auf einer brachliegenden Halde in der Nähe von Herne sind zwei stark verweste Leichen entdeckt worden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei sind die Toten Opfer eines Drogenkriegs, bei dem im Ruhrgebiet bereits fünf Menschen starben.
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Herne - Die beiden Leichen sollen heute obduziert werden, weitere Einzelheiten wollen die Ermittler auf einer Pressekonferenz mitteilen. Die Morde werden einer sechsköpfigen Bande zugeschrieben. Bei den Männern handelt es sich vorwiegend um Russlanddeutsche, als Kopf der Bande gilt ein 20 Jahre alter Russlanddeutscher, der unweit des Brachgeländes in Herne seine Wohnung hatte. Er sitzt mit fünf mutmaßlichen Komplizen in Untersuchungshaft. Ein weiteres Bandenmitglied soll noch auf der Flucht sein. Die Gewaltbereitschaft der Männer wird von den Ermittlern als "extrem hoch" eingeschätzt.

Die Bande soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft im vergangenen Dezember und Januar fünf Morde begangen haben. Vier Opfer wurden gefesselt und kaltblütig erschossen. Dabei handelte es sich um einen 32 Jahre alten türkischen Immobilienmakler aus Düsseldorf und drei niederländische Drogenhändler im Alter zwischen 21 und 28 Jahren. Das fünfte Opfer war ein 29-jähriges Bandenmitglied aus Düren.

Bei den Ermittlungen kam der Hinweis auf die weiteren Opfer.