Rumänien: Neue Giftflut erreicht die Theiß - DER SPIEGEL
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Rumänien Neue Giftflut erreicht die Theiß

Nach dem Giftunfall in einem rumänischen Bergwerk wurden in dem Fluss Theiß stark erhöhte Schwermetall-Werte gemessen.
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Bukarest - In dem Fluss lag die Belastung mit Zink 50mal höher als gewöhnlich und überschritt damit den in Rumänien geltenden Grenzwert, teilte das Umweltministerium in Bukarest am Samstag mit. Auch die Konzentrationen von Eisen und Blei lagen 1,5 bis dreimal höher als sonst, jedoch noch unter den erlaubten Grenzwerten. Das Umweltministerium betonte, dass auch die Zink-Belastung keinen Einfluss auf Flora und Fauna im Fluss habe und dass man kein Fisch-Sterben festgestellt habe.

Erst vor fünf Wochen war die Theiß nach einer Panne in einer rumänischen Goldmine durch Zyanid und Schwermetalle verseucht worden.

Zu dem Gift-Unfall in dem nordwestrumänischen Bergwerk Borsawar es am Freitag gekommen. Der Deich eines Klärbeckens für Bergbau-Reste war auf einer Länge von 25 Metern und in einer Tiefe von zehn Metern gebrochen. 22.000 Tonnen schwermetallbelasteter Schlamm ergoss sich in das Flüsschen Vasar, dessen Gewässer auf Umwegen, 50 Kilometer weiter nordwestlich, in die Theiß münden. Die Theiß markiert auf einer Strecke von etwa 50 Kilometern die Grenze zum Nachbarland Ukraine und fließt weiter westwärts auf ungarischem Territorium weiter. Wann das in den Fluss gelangte Gift Ungarn erreichen wird, ist noch unklar.