Russland: Drei Terrorverdächtige nach Zug-Attentat - DER SPIEGEL
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Russland Drei Terrorverdächtige nach Zug-Attentat

Nach dem Bombenanschlag auf den russischen Schnellzug "Newski Express" läuft die Suche nach den Tätern mit Hochdruck. Polizei und Geheimdienst veröffentlichten bereits Phantombilder von drei Verdächtigen, die vor der Explosion an der Bahnstrecke gesehen wurden.
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Moskau - Passanten wollen in der Nähe von Nowgorod Weliki, rund 500 Kilometer vom Moskauer Startpunkt des "Newski Express" entfernt, drei Verdächtige an der Strecke gesehen haben. Nach den Angaben dieser Zeugen wurden die Phantombilder erstellt, berichtet die "Moscow Times". Vize-Generalstaatsanwalt Alexander Bastrykin wird von einer Nachrichtenagentur sogar dahingehend zitiert, dass bereits Informationen über einen der Verdächtigen vorlägen.

Bei dem Anschlag auf den Express auf dem Weg von Moskau nach St. Petersburg waren gestern 60 Menschen verletzt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts.

"Die Terroristen hatten es allem Anschein nach auf einen maximalen Schaden abgesehen", sagte ein Sprecher der Sonderkommission. Alles deute auf eine genaue Planung hin. "Wir können aber auch andere Gründe für einen Anschlag nicht ausschließen", sagte Alexander Bastrykin.

Vor allem tschetschenische Rebellen und ihnen nahestehende Extremisten aus der Kaukasusregion hatten in den vergangenen Jahren häufig Anschläge auf zivile Ziele in Russland verübt.

Der Anschlag auf den "Newski Express" war nach Angaben des Innenministeriums in Moskau durch eine ferngezündete Bombe verursacht worden. Der selbstgebaute Sprengsatz explodierte unmittelbar vor der Lokomotive des Zuges, der mit 251 Menschen besetzt war. Die Zugverbindung zwischen den größten Städten Russlands, Moskau und St. Petersburg, ist nicht nur die meistfrequentierte. Auf dieser Strecke fahren auch die modernsten Züge des Landes.

pad/dpa