Sabotageversuch Unbekannter wollte Deich durchstechen
Horneburg - Der Täter machte sich am vergangenen Samstag während des Katastrophenalarms in Horneburg im Kreis Stade an dem Hochwasserdeich zu schaffen. Bevor der Mann samt Spaten unerkannt entkommen sei, habe er bereits auf einer Länge von eineinhalb Meter die Grasnarbe des Deichs entfernt, sagte Polizeisprecher Johann Schlichtmann.
Ziel des Deichdurchstichs war es offenbar, den Wasserstand in Horneburg selbst zu senken. Nach Angaben des Polizeisprechers hätte eine Deichöffnung an der fraglichen Stelle allerdings nicht nur zur Überflutung von großen Moorgebieten, sondern auch zur Überschwemmung von Dammhausen, eines Ortsteils von Buxtehude, geführt.
Schlichtmann erklärte, die Herbeiführung einer Überschwemmung werde mit einer Freiheitsstrafe zwischen einem und zehn Jahren geahndet. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass der Täter möglicherweise nur die Pegelsenkung in seiner Heimatstadt beschleunigen wollte und sich der Folgen eines Deichdurchstichs für die Nachbargemeinde nicht bewusst war.