Sachsen-Anhalt: Mutmaßlicher fünffacher Mörder gefasst - DER SPIEGEL
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Sachsen-Anhalt Mutmaßlicher fünffacher Mörder gefasst

Nach der Familientragödie mit fünf Toten ist der Vater aus Zwintschöna in Sachsen-Anhalt in der Nähe von Halle festgenommen worden. Der 42-Jährige soll seine Ehefrau und seine vier Kinder erschlagen haben. Nach Polizeiangaben wollte sich der Mann offenbar umbringen.
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Halle - Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, wurde der Mann bei Teicha in seinem Wagen gestoppt. Bei der Festnahme habe er keinen Widerstand geleistet. Zur Festnahme habe ein Hinweis aus der Bevölkerung geführt.

Eine Sprecherin der Polizeidirektion Halle sagte am Morgen, der Mann habe sich vor seiner Festnahme offenbar selbst umbringen wollen. Er soll versucht haben, sich die Pulsadern aufzuschneiden.

Das Motiv des Familienvaters war vermutlich die Verzweiflung über Mietschulden, hieß es. Nach Entdeckung der fünf Leichen in einem Reihenhaus in Zwintschöna am Mittwoch war nach dem Dachdecker bundesweit gefahndet worden. Der Mann war mit einem hellen Kleintransporter geflüchtet. Er hatte bei seiner Festnahme keine Waffen dabei, berichtete die Polizei.

Die Familie soll seit mehr als einem Jahr die Miete von monatlich 1500 Mark für das Reihenhaus nicht gezahlt haben. Ein Gerichtsvollzieher hatte am Mittwoch bei einer Zwangsräumung die Leichen der 37-jährigen Mutter, der drei Jungen im Alter von vier, zehn und 17 Jahren sowie des einjährigen Mädchens gefunden. Die Staatsanwaltschaft Halle leitete gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen fünffachen Mordes ein.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann seine Familie bereits am Dienstag umgebracht haben. In dem Haus bot sich nach Angaben von Oberstaatsanwalt Winfried Wölfel ein grauenvolles Bild. Die Ehefrau wurde tot auf dem Sofa im Wohnzimmer gefunden. Die Kinder lagen blutüberströmt und leblos auf ihren Betten.