Safari in Potsdam: Im Park spaziert ein Tiger - DER SPIEGEL
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Safari in Potsdam Im Park spaziert ein Tiger

Eine aus dem Zirkus ausgebüxte Tigerdame hat Potsdam stundenlang in Atem gehalten. Erst wurde die Raubkatze beinahe überfahren, dann machte sie es sich in einem Park gemütlich.
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Potsdam - Der Autofahrer muss nicht schlecht gestaunt haben, als ihm gegen 10 Uhr morgens ein ausgewachsenes sibirisches Tigerweibchen vor die Motorhaube lief und beinahe unter die Räder kam. Der Mann alarmiert die Polizei und löste damit die Fahndung nach der Raubkatze aus.

Die Beamten schienen zunächst nicht recht zu wissen, was sie da eigentlich verfolgten: Ersten Angaben zufolge handelte es sich um einen Tiger, dann "definitiv" um einen Löwen und zu guter Letzt doch wieder um einen Tiger.

Die fünfjährige "Dava" - einer von zehn Tigern des Zirkus Probst aus dem sachsen-anhaltinischen Staßfurt - war am ersten Potsdamer Gastspieltag geflüchtet und hatte sich nur wenige Meter entfernt im Park Babelsberg direkt neben einem Wohngebiet niedergelassen. Der Park ist an zwei Seiten von Havelseen begrenzt und wurde umgehend weiträumig abgesperrt. Rund 20 Menschen mussten die Anlage verlassen.

Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren vor Ort. Der Direktor und mehrere Tierpfleger des Zirkus versuchten zunächst, die Raubkatze zu beruhigen. Anwohner und Verkehrsteilnehmer wurden per Radio und mit Lautsprecherdurchsagen vor der Gefahr gewarnt.

Wie es zu der mehrfach wechselnden Zuordnung des Tieres kommen konnte, blieb zunächst unklar. "Dava" wirkt nach Angaben einer Zirkussprecherin in einer Dressurnummer des Junior-Chefs von Probst mit. Der 1946 gegründete Zirkus hat insgesamt rund 100 Tiere.

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