Sahara-Drama: Bericht über Tod einer deutschen Geisel - DER SPIEGEL
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Sahara-Drama Bericht über Tod einer deutschen Geisel

Eine der deutschen Geiseln, die seit Monaten von Terroristen in der Sahara gefangen gehalten werden, ist offenbar tot. Von offizieller Seite wurde eine entsprechende Meldung weder bestätigt, noch dementiert. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes begründete die Nachrichtensperre mit den Worten: "Es geht hier um Menschenleben".
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Die Frau sei an den Folgen der monatelangen Geiselhaft gestorben, berichtete das ARD-Hauptstadtstudio am Mittag. Sie sei einem Hitzschlag erlegen. Die Angehörigen seien am Dienstagvormittag vom Auswärtigen Amt informiert worden, hieß es weiter. Die Leiche der Frau sei wahrscheinlich von den Entführern in der Wüste begraben worden.

In den letzten Tagen hatten Meldungen, die Geiseln seien aus der algerischen Wüste möglicherweise ins benachbarte Mali gebracht worden, für leise Hoffnung gesorgt. Dem Bericht zufolge gehen die Sicherheitsbehörden fest davon aus, dass sich die Geiseln in Mali befinden. Algerische Medien hatten dagegen berichtet, Entführer und Geiseln befänden sich weiterhin auf algerischem Boden, wo den Entführern im Falle der Geisel-Freilassung freies Geleit zugesichert worden sei.

Nach ARD-Informationen ist die Geisel-Affäre seit der Ankunft der Entführer in Mali erstmals in Bewegung geraten. In Sicherheitskreisen werde von einem "dynamischen Prozess" gesprochen, in dem sich die Lösungsversuche derzeit befänden.

Die Gruppe, zu der die nun angeblich verstorbene Frau gehörte, war Mitte Februar in der Sahara verschleppt worden. Seit Monaten herrschen in der Wüste Tagestemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius. In der Nacht fällt die Temperatur dann sehr stark ab.

Die Kidnapper haben 15 Urlauber in ihrer Gewalt. Dabei handelt es sich um 10 Deutsche, vier Schweizer und einen Niederländer. 17 weitere europäische Touristen waren Mitte Mai befreit worden.