Sahara-Geisel: Telefonisches "Sorry" vom Kidnapper - DER SPIEGEL
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Sahara-Geisel Telefonisches "Sorry" vom Kidnapper

Vor exakt einem halben Jahr kam der gekidnappte Ingo Bleckmann aus Salzburg in der Sahara frei. Jetzt meldete sich sein Entführer per Telefon und entschuldigte sich höflich für den "Terrorakt". Durch den Anruf könnte der mutmaßliche Anführer nun zu orten sein.
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Wien - Bleckmann berichtete am Freitag dem Fernsehsender ORF von dem überraschenden Telefonat. Sein Geiselnehmer sei ernsthaft besorgt über den Zustand seiner ehemaligen Gefangenen gewesen und habe sich gefreut, dass es allen gut gehe.

Gewundert habe ihn, dass der Algerier für das 20-minütige Gespräch ein Satellitentelefon verwendet habe, weil er damit von der algerischen Regierung leicht zu orten sei. Der Kidnapper wolle sich auch mit einer der deutschen Geiseln in Verbindung setzen: "Ich habe ihm die Telefonnummer gegeben, ob er sich schon gemeldet hat, weiß ich aber nicht."

Der Algerier habe sich für seine Tat entschuldigt und bedauert, einen Terrorakt gegen Unbeteiligte begangen zu haben, die mit dem Konflikt in seinem Land nichts zu tun hätten. Bleckmann, der sich mit den Entführern auf Französisch verständigen konnte, hatte während der Geiselnahme nach eigenen Angaben "eine sehr gute persönliche Beziehung" mit den Terroristen aufbauen können.

Der 60-Jährige und sein 25-jähriger Sohn gehörten zu den zehn Österreichern, sechs Deutschen und einem Schweden, die am 13. Mai als erste Gruppe freigelassen wurden. Neun weitere Deutsche sowie vier Schweizer und ein Niederländer kamen erst Mitte August frei. Die 45-jährige Deutsche Michaela Spitzer war im Juli einem Hitzschlag erlegen.