Salomonen: Nach Tsunami Tausende obdachlos - DER SPIEGEL
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Salomonen Nach Tsunami Tausende obdachlos

Der gewaltige Tsunami auf den Salomonen hat mehr als 900 Häuser zerstört. Nach Behördenangaben sind etwa 5000 Menschen obdachlos. Die Zahl der Toten wurde vorerst weiterhin mit mindestens 13 angegeben. Ministerpräsident Manasseh Sogavare rief den nationalen Notstand aus.
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Honiora - Der Katastrophenschutz rechnete jedoch nach eigenen Angaben damit, dass die Zahl der Todesopfer weiter ansteige. Noch sei das gesamte Ausmaß der Katastrophe unklar, hieß es. Die meisten Bewohner der Inselgruppe verbrachten die vergangene Nacht im Freien, zumal in der Region mehrere Nachbeben zu spüren waren.

Ministerpräsident Manasseh Sogavare rief den nationalen Notstand aus. Auslöser des Tsunamis war ein Seebeben der Stärke 8,0 zwischen den Pazifik-Inseln Bougainville und New Georgia. Das Epizentrum lag etwa 350 Kilometer nordwestlich von Honiora, der Hauptstadt der Solomonen, rund zehn Kilometer unter dem Meeresboden. Dort leben vor allem Fischer in Strohhütten unmittelbar am Strand.

Die Hilfsmaßnahmen laufen langsam an. Der Zivilschutz wollte heute über das Gebiet fliegen, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Die australische Regierung versprach eine Million US-Dollar Hilfe, sagte Lokalreporter Charles Stennett dem Nachrichtensender ChannelNewsAsia. Die Regierung in Honiara wollte drei weitere Schiffe mit Hilfsgütern in die besonders betroffene Stadt Gizo rund 300 Kilometer nordwestlich schicken. Zwei Polizei- Patrouillenboote mit Zelten, Wasser und Nahrungsmitteln waren bereits gestern in Richtig Gizo ausgelaufen.

jjc/AP/dpa