Überflutung durch Regenfälle Touristen aus Höhle bei Salzburg befreit
Eingang zur Lamprechtshöhle: 26 Urlauber befreit
Foto: Michael Kröll/ dpaSalzburg - Mehrere Stunden waren 26 Touristen am Mittwoch in einer Salzburger Höhle eingeschlossen. Wegen starken Regens war das Wasser beim Ein- und Ausgang so stark angestiegen, dass die Gruppe die Lamprechtshöhle im Salzburger Pinzgau nicht mehr verlassen konnte. Alle Eingeschlossenen, unter ihnen sechs Kinder, kamen am Nachmittag unverletzt frei. "Alle waren ruhig und gefasst", sagte Gernot Salzmann von der Höhlenrettung.
Am Vormittag hatte das Vorwarnsystem der Höhle nach starken Regenfällen Alarm geschlagen. Die Besucher versuchten noch, aus der größten und längsten wasserführenden Höhle Europas ins Freie zu gelangen. Das Wasser habe Ein- und Ausgangsbereich einfach zu schnell geflutet, sagte Salzmann.
In der Höhle sind für solche Notfälle spezielle Vorkehrungen vorhanden. Die Betroffenen konnten an einer erhöhten und trockenen Stelle ausharren. Ein telefonischer Kontakt war zu jeder Zeit gegeben. Auch Decken, Taschenlampen, Wasser und Müsliriegel standen für die Touristen bereit.
Nachdem der Wasserstand im Laufe des Nachmittags zurückging, begann die Bergung. Vier Einsatzkräfte machten sich mit Tee und Wärmepaketen auf den Weg zu den Eingeschlossenen und führten sie wieder ins Freie. In einer Hütte wurde während der Rettungsaktion ein Raum für sie zum Aufwärmen aufgeheizt. Ein Arzt untersuchte die Gruppe, aber alle waren unverletzt. Niemand kam ins Krankenhaus. "Der Großteil wollte nur so schnell wie möglich wieder zur eigenen Unterkunft", sagte Salzmann.
Der Eingang zur Lamprechtshöhle wurde schon mehrmals von Wasser blockiert, zuletzt im Juni 2002. Bei einem weiteren Vorfall 1998 war unter den Eingeschlossenen auch eine Epileptikerin, die einen Anfall erlitt.