"Sandy": Romney schaltet wieder auf Wahlkampf - DER SPIEGEL
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Hurrikan "Sandy": Verheerende Sturmschäden

Foto: Adrees Latif / REUTERS

+++ "Sandy"-Minutenprotokoll +++ Romney schaltet wieder auf Wahlkampf

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney nimmt nach dem Durchzug von "Sandy" den Wahlkampf wieder auf. Wegen des Sturms erhält New York zehn Millionen Dollar Soforthilfe, am Mittwoch soll der Alltag in der Stadt zurückkehren.
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Montagabend, 20 Uhr Ortszeit: "Sandy" prallt auf die US-Ostküste. Der Hurrikan richtet verheerende Schäden an. Nach letzten Angaben vom Mittwoch starben mindestens 43 Menschen. Am schlimmsten traf es den US-Bundesstaat New Jersey sowie die Metropole New York. Die Südspitze Manhattans war komplett überflutet, das öffentliche Leben stand still.

Am Dienstag beruhigte sich die Lage. Zwar waren weiterhin mehrere Millionen US-Amerikaner ohne Strom und in New York könnten die U-Bahnen auch in den kommenden Tage stillstehen. Aber New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg kündigte an, dass am Mittwoch wieder die Normalität in das Leben der Menschen einkehren werde. US-Präsident Barack Obama wird dann auch nach New Jersey reisen und die Katastrophengebiete besuchen.

Lesen Sie die Einzelheiten im Minutenprotokoll:

[04.21 Uhr] New York erneut ohne Strom

Ab der 41. Straße bis hinunter zur Wall Street liegen große Teile Manhattans wegen des Stromausfalls auch diese Nacht im Dunkeln. "Nichts funktioniert mehr, es ist ein einziges Desaster", sagt ein Anwohner, "kein Licht, kein Internet, kein Handyempfang". Nur die Scheinwerfer weniger Autos erhellen die Szenerie. In den Stadtvierteln oberhalb der dunklen Zone vibriert dagegen wieder das New Yorker Leben, auf den Straßen herrscht die übliche nächtliche Rushhour, die Restaurants sind voll. Die lokalen TV-Kanäle senden Lobeshymnen auf das Krisenmanagement von New Jerseys Gouverneur Chris Christie.

Nach Angaben des TV-Senders CNN sind gut 24 Stunden nach Durchzug von "Sandy" an der US-Ostküste sieben Millionen Menschen ohne Strom. In New York sind es 750.000 Menschen.

[03.48 Uhr] Zahl der Todesopfer steigt auf mindestens 43

Die Zahl der Toten durch "Sandy" in den USA und Kanada ist auf mindestens 43 gestiegen. Allein in New York kamen 18 Menschen ums Leben.

[03.12 Uhr] Flughäfen JFK und Newark sollen eingeschränkt arbeiten

Die Port Authority of New Jersey and New York hat angekündigt, dass der Betrieb am John F. Kennedy International Airport und am Flughafen Newark am Mittwoch um 7 Uhr morgens eingeschränkt wieder aufgenommen werden soll. Der Flughafen La Guardia bleibt noch geschlossen.

[02.31 Uhr] New York Marathon soll wie geplant stattfinden

Trotz der Zerstörungen in der Stadt soll der New York Marathon am kommenden Sonntag wie geplant stattfinden. Der Veranstalter New York Road Runners (NYRR) äußerte sich am Dienstag zuversichtlich, das größte Massenlauf-Spektakel der Welt wie geplant ausrichten zu können. Die Vorbereitungen dazu würden vorangetrieben, sagte NYRR-Präsidentin Mary Wittenberg.

Vor allem die rechtzeitige Anreise der 20.000 Läufer aus dem Ausland stellt angesichts der durcheinandergewirbelten Flugpläne ein großes Problem dar. Aber auch die Anfahrt für die rund 30.000 Läufer aus den USA dürfte wegen der Schäden im öffentlichen Nahverkehr nicht einfach werden. Denn die durch den Sturm lahmgelegte New Yorker U-Bahn, die werktags 5,3 Millionen Menschen befördert, kann laut Bürgermeister Michael Bloomberg auch noch am Wochenende ausfallen.

[02:16 Uhr] Behörden nehmen Atomreaktoren vom Netz

Die US-Behörden haben wegen "Sandy" drei Atomreaktoren kurzzeitig ausgeschaltet. Zwei Reaktoren rund 25 Kilometer nördlich von New York und ein Meiler in New Jersey wurden aufgrund von Komplikationen in Zusammenhang mit dem Sturm am Montag vom Netz genommen. Den Angaben zufolge gab es Probleme mit dem Kühlwasser und mit Stromleitungen. Die Behörden teilten indes mit, die Sicherheit sei nicht gefährdet. "Sandy" stelle die robuste Bauweise der Atomkraftwerke unter Beweis, sagte Marvin Fertel, der Chef des Instituts für Atomenergie.

[02.04 Uhr] NBA-Chef verwechselt Hurrikan "Sandy" mit "Katrina"

Peinlicher Fehler von David Stern, dem Commissioner der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Bei der Saisoneröffnung vor dem Spiel von Meister Miami Heat gegen die Boston Celtics verwechselte Stern in seiner Rede Hurrikan "Sandy" mit Hurrikan "Katrina", der 2005 in New Orleans gewütet hatte.

[01.46 Uhr] Romney nimmt Wahlkampf wieder auf

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney konzentriert sich wieder voll auf den US-Wahlkampf. Am Dienstag nahm Romney kurzfristig einen Wahlkampftermin in Ohio wahr, den er zuvor abgesagt hatte. Am Mittwoch plant er zudem drei Auftritte in Florida. Zunächst will Romney in Tampa auftreten, dann in Coral Gables und schließlich in Jacksonville. Dabei werden Floridas Gouverneur Jeb Bush und der Kongress-Abgeordnete Connie Mack den republikanischen Präsidentschaftskandidaten unterstützen.

Präsident Barack Obama sagte unterdessen alle für Mittwoch geplanten Termin ab. Stattdessen will er in den von "Sandy" schwer getroffenen Staat New Jersey reisen, um die Schäden zu inspizieren und den Menschen Mut zu machen. Vom republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hatte Obama am Dienstag unerwartetes Lob für sein Krisenmanagement erhalten. Der Präsident habe im Schnellverfahren die Ausrufung des Notstands für den Staat angeordnet - ohne die üblichen bürokratischen Hürden, erklärte Christie. "Ich kann ihm nicht genug dafür danken", sagte er.

[01.30 Uhr] Schwere Schäden vor allem in der Karibik

Nicht nur in den USA, sondern vor allem in der Karibik hat "Sandy" verheerende Schäden angerichtet. Im Süden Haitis wurden 70 Prozent der Ernte zerstört, viele Nutztiere starben. Haitis Landwirtschaftsminister Jean Debalio Jean-Jacques sagte, er könne für sein Land noch keine Schadenssumme nennen. Viele Bauern auf der Insel Hispaniola hätten wegen "Sandy" kein Essen. Das Zentrum des Sturms passiert den westlichen Teil Haitis bereits am 24. Oktober. 52 Todesfälle in dem Land wurden bislang bestätigt. In Jamaika betragen die Schäden mindestens 16,5 Millionen Dollar, auf der Insel starb ein Mann.

[01.09 Uhr] Broadway-Stücke sollen am Mittwoch wieder aufgeführt werden

Bürgermeister Michael Bloomberg hatte angekündigt, dass New York am Mittwoch wieder zur Normalität zurückkehre. Nun sollen auch die meisten Stücke am Broadway wieder aufgeführt werden. Einige der beliebtesten Shows, darunter "Jersey Boys" und "The Book of Mormon", würden in Matinees oder abends gespielt werden, teilte der Verband der Broadway-Theater mit. Die Theater hatten am Sonntag angesichts des herannahenden Wirbelsturms geschlossen.

[00.50 Uhr] New York erhält zehn Millionen Dollar Soforthilfe

Das US-Verkehrsministerium gibt New York zehn Millionen Dollar (umgerechnet rund 7,7 Millionen Euro) Soforthilfe für Reparaturen an Straßen, Brücken und U-Bahn-Tunneln, die durch den Sturm "Sandy" beschädigt worden sind. Weitere drei Millionen Dollar erhält der Staat Rhode Island. Laut Verkehrsministerium bekommen beide Staaten voll die von ihnen angeforderten Sofortmittel - und mehr Gelder, auch für andere betroffene Staaten, würden folgen. Präsident Barack Obama hatte zuvor alle zuständigen Behörden aufgerufen, rasch und unbürokratisch zu helfen.

[00.37 Uhr] Leben in New York soll am Mittwoch wieder normal verlaufen

"New York ist morgen wieder im Geschäft", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. Für den Großteil der Bürger der Stadt soll das Leben dann wieder halbwegs normal verlaufen. Allerdings schränkte Bloomberg ein: "Das gilt zumindest da, wo Strom ist." Etwa 750.000 Menschen waren zu der Zeit noch von der Elektrizität abgeschnitten. In den 76 Notunterkünften der Stadt würden noch 6400 Menschen ausharren. "Wir tun alles, um Ihr Los zu erleichtern."

Die Börse solle nach zwei unplanmäßigen Ruhetagen am Mittwoch wieder öffnen. Die Schulen würden aber auch am Mittwoch geschlossen bleiben, betroffen sind mehr als eine Million Kinder. Auch die Vereinten Nationen hatten ihren dritten unplanmäßigen Ruhetag, zudem viele Behörden.

[00.18 Uhr] Austragung des Basketball-Stadtduells in New York unsicher

Die New Yorker Sportfans fiebern schon seit Tagen dem Duell der beiden NBA-Clubs der Stadt zum Saisonstart entgegen. Doch die Partie zwischen den Brooklyn Nets und den New York Knicks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga am Donnerstagabend (Ortszeit) muss möglicherweise abgesagt werden. Besonders das Erreichen der Arena Barclays Center in Brooklyn könnte sich als schwierig erweisen. Die NBA teilte mit, dass sie die Situation abwäge.

[23.23 Uhr] Bloomberg wünscht keinen Besuch Obamas in New York

Präsident Obama hat angekündigt, am Mittwoch den von "Sandy" schwer getroffenen Bundesstaat New Jersey zu besuchen. Das kommt New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg offenbar gelegen - laut "New York Times" hat er kein gesteigertes Interesse an einer Visite des Präsidenten. Bloomberg sagte, man hätte Obama zwar gerne als Gast, aber man habe sehr viel zu tun. "Ich versuche nicht, ihn zu dissen." Obama solle lieber nach New Jersey gehen und das Land repräsentieren. Bloomberg gehörte früher den Demokraten an, ehe er zu den Republikanern wechselte. Inzwischen agiert er als Parteiloser.

[23.11 Uhr] Vorläufige Bilanz: 18 Tote in New York City

In New York sind laut Bürgermeister Michael Bloomberg durch "Sandy" 18 Personen ums Leben gekommen. Insgesamt stieg die Zahl der Toten in den USA nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press auf 40. Es wird erwartet, dass die Zahl weiter steigt.

[22.50 Uhr] "Sandy" macht sich in Chicago bemerkbar

Die Wucht von "Sandy" ist auch in der Metropole Chicago im Mittleren Westen zu spüren. Am Lake Michigan peitschte der Sturm meterhohe Wellen über den See in Richtung Ufer. Nach Angaben des Senders CBS wurden Teile eines Radfahrweges überflutet, die Einwohner wurden aufgerufen, sich vom Ufer fernzuhalten. Der Nationale Wetterdienst gab eine Flutwarnung für die Strandgebiete heraus. Von einer ernstlichen Bedrohung für die Stadt war in den Berichten aber keine Rede. Der Flugverkehr ist dagegen stark beeinträchtigt: Laut CNN wurden am O'Hare International Airport in Chicago fast 500 Flüge abgesagt.

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Wirbelsturm "Sandy": Das Ausmaß der Zerstörung

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[22.32 Uhr] Kommission prüft Verlegung von Wahllokalen

"Sandy" könnte Auswirkungen auf die Präsidentschaftswahl am 6. November haben. Möglicherweise müssen neue Wahllokale eingerichtet werden, berichtet die "New York Times". Die Wahlkommission des Bundesstaates New York prüft demnach in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, ob die Folgen des Sturms die Stimmabgabe in manchen Bezirken einschränken könnten. Unter anderem geht es darum, ob in betroffenen Gebieten am Wahltag die Stromversorgung gewährleistet ist, ob Wahllokale einfach zugänglich sind und ob Maschinen zur Stimmabgabe dorthin gebracht werden können. Wenn die Prüfung abgeschlossen ist, soll entschieden werden, ob Wahllokale verlegt werden müssen.

[22.01 Uhr] Washington entgeht großen Schäden

Die US-Hauptstadt Washington ist von schweren Schäden durch Wirbelsturm "Sandy" verschont geblieben. Zwar gab es vereinzelt Stromausfälle, umgestürzte Bäume und gesperrte Straßen, aber das große Chaos blieb aus. Entwarnung geben die Behörden dennoch noch nicht - sie fürchten die schlimmsten Überschwemmungen entlang des Potomac River seit mehr als 15 Jahren. Davon könnte auch der historische Stadtteil Georgetown betroffen sein.

[21.43 Uhr] Halloween-Parade in New York fällt aus

"Sandy" bringt den New Yorker Veranstaltungskalender durcheinander. Die Parade zu Halloween ist laut dem Sender ABC News abgesagt worden - zum ersten Mal seit 39 Jahren.

[21.28 Uhr] Experten warnen vor neuen Überflutungen

Sturm "Sandy" könnte auf seinem Kurs Richtung Kanada Überflutungen des Lake Michigan im nördlichen Mittelwesten USA verursachen. Das sagte der Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Rick Knabb. Auch an der Küste des Bundesstaates Maine könne es wegen starker Winde zu Hochwasser kommen. Teilweise seien in bereits betroffenen Staaten weiter südlich neue Überflutungen möglich. "Ich will nicht, dass irgendjemand denkt, dass das Wetter-Ereignis vorbei ist", sagte Knabb. In Bergregionen in West Virginia müsse zudem weiter mit starken Schnefall gerechnet werden.

[21.15 Uhr] Bundesbehörden in Washington öffnen am Mittwoch

Zwei Tage lang legte "Sandy" das Leben in Washington lahm - am Mittwoch sollen Bundesbehörden in der US-Hauptstadt wieder arbeiten. Allerdings hieß es, für Mitarbeiter bestehe die Möglichkeit, außerplanmäßig der Arbeit fernzubleiben.

[21.07 Uhr] Erste Gemeinden in Neuengland beginnen mit Aufräumarbeiten

Bewohner von Küstengebieten in Neuengland haben begonnen, die von "Sandy" verursachten Schäden zu beseitigen. In den Bundesstaaten Massachusetts und Rhode Island machten sich Helfer daran, die Trümmer zerstörter Häuser und Strommasten wegzuräumen. In der Gegend hatte "Sandy" - anders als etwa in New York - vor allem durch starken Wind, nicht aber durch Überflutungen Verwüstungen angerichtet.

[20.51 Uhr] Teilen Manhattans droht tagelanger Stromausfall

Bewohner von Manhattan müssen sich auf mehrere Tage ohne Stromversorgung einstellen. Der Energieversorger Consolidated Edison teilte mit, fast jede Straße südlich des Times Square sei betroffen. Allein in Manhattan waren fast 250.000 Haushalte und Firmen ohne Strom, mehr als in Brooklyn, Queens und der Bronx zusammen.

[20.19 Uhr] Zahl der Toten in den USA steigt auf 39

Immer mehr von "Sandy" verursachte Todesfälle werden bekannt. Laut der Nachrichtenagentur AP sind in den USA 39 Personen gestorben, viele davon wurden offenbar von umstürzenden Bäumen erschlagen.

Mehr als 16.000 Flüge gestrichen


[20.07 Uhr] Mehr als 16.000 Flüge gestrichen

"Sandy" hat den Flugverkehr in Teilen der USA und bis nach Übersee lahmgelegt. Seit Samstag seien 16.271 Flüge ausgefallen, berichtete das Flugportal Flightstats. Die meisten Ausfälle gab es demnach am Montag, als der Sturm über die Ostküste hinwegfegte. Neben den drei großen Flughäfen in und um New York City waren demnach vor allem die Flughäfen in Philadelphia, Boston und Washington betroffen. Auch am Mittwoch wird mit Ausfällen und Verspätungen gerechnet. Laut dem Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, soll der Flughafen John F. Kennedy, von dem aus auch viele Flüge von und nach Deutschland abgewickelt werden, am Mittwoch wieder öffnen.

[19.58 Uhr] Experten prognostizieren bis zu 50 Milliarden Dollar Schaden

"Sandy" könnte nach Einschätzung von Experten Kosten von bis zu 50 Milliarden Dollar verursachen. Laut den Analysten von IHS Global Insight dürften die Eigentumsschäden bei rund 20 Milliarden Dollar liegen. Dazu kommen den Angaben zufolge zwischen zehn und 30 Milliarden Verdienstausfälle.

[19.45 Uhr] Obama kündigt Besuch in New Jersey an

US-Präsident Obama wird am Mittwoch den von "Sandy" schwer getroffenen Bundesstaat New Jersey besuchen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen. Das teilte das Weiße Haus mit. New Jersey Gouverneur Chris Christie wird Obama begleiten. Christie, ein Republikaner, hatte das Krisenmanagement des Präsidenten gelobt. Zuvor hatte Obama seine Landsleute davor gewarnt, "Sandy" nicht mehr ernst zu nehmen. "Der Sturm ist noch nicht vorbei", sagte er in der Zentrale des Roten Kreuzes. Es bestehe immer noch das Risiko von Überflutungen oder zerstörter Stromleitungen. Die Regierung werde alles tun, um die Behörden vor Ort bei der Bewältigung der Sturmschäden zu unterstützen.

[19.18 Uhr] Dutzende Menschen auf Insel vor New York gestrandet

Rund 60 Menschen sind nach dem Durchzug des Wirbelsturms "Sandy" auf einer kleinen Insel vor New York gestrandet. Die Betroffenen hätten sich nicht an den Evakuierungsbefehl gehalten, berichteten US-Medien. Das Trinkwasser auf der Insel Fire Island vor Long Island nahe New York sei verschmutzt, Strom gebe es keinen. Zahlreiche Häuser seien davongeschwemmt worden. Berichte über Tote und Verletzte gab es nach Behördenangaben aber zunächst nicht. Die Küstenwache versuche, die Menschen von der Insel zu retten.

[19.05 Uhr] "Sandy" bringt West Virginia schwere Schneefälle

Im Bundesstaat West Virginia hat "Sandy" für große Schneemengen gesorgt. Im Örtchen Webster Springs fiel rund ein halber Meter Schnee - und der Nationale Wetterdienst geht davon aus, dass weiterer Schnee fallen könnte.

[18.57 Uhr] Marathon-Organisatoren halten an Planung fest

Die Organisatoren des New-York-Marathons planen trotz Wirbelsturm "Sandy" weiter, den Lauf wie vorgesehen zu veranstalten. "Wir tun alles, was wir können, um am Sonntag einen großen Marathon auf die Beine zu stellen", sagte ein Sprecher der "New York Times". Das Rennen führt traditionell durch die fünf Bezirke der Stadt. Das Ziel befindet sich im Central Park. Der Kurs führt nicht durch den stark von Überflutungen betroffenen südlichen Teil von Manhattan. Erwartet werden 47.000 Teilnehmer.

[18.44 Uhr] "Sandy" deckt Plane von Space Shuttle "Enterprise" ab

Wirbelsturm "Sandy" hat bei seinem Zug durch New York auch die Abdeckung des Space Shuttle "Enterprise" beschädigt. Das Schutzzelt über der ausrangierten Raumfähre, die auf einem Flugzeugträger im Hudson River an der Westseite Manhattans ausgestellt ist, sei teilweise zerfetzt, berichtete ein Augenzeuge laut der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatten schon zahlreiche Menschen per Twitter Fotos von dem Space Shuttle, dessen Schnauze unter der zerfetzten Zeltplane hervorlugte, verbreitet. Weder die US-Raumfahrtbehörde Nasa noch das Intrepid Museum, das die Raumfähre beherbergt, äußerten sich dazu, ob das Shuttle beschädigt worden sei.

[18.24 Uhr] 29 Tote in den USA

Die Zahl der Toten in den USA hat sich laut CNN weiter erhöht. Demnach starben durch "Sandy" 29 Personen. Insgesamt kamen durch den Wirbelsturm bisher 97 Personen ums Leben - neben den 29 Opfern in den USA eine Person in Kanada und 67 in der Karibik, davon 51 in Haiti. Allerdings gibt es auch andere Angaben. Der Sender Fox News berichtet von 35 Toten in den USA, der "Guardian" spricht von 33.

[18.17 Uhr] Mehrere Atomreaktoren vom Netz

Als Reaktion auf "Sandy" sind an der US-Ostküste mehrere Atomreaktoren im Bundesstaat New Jersey vom Netz genommen worden. Betroffen seien die Reaktoren Salem 1 in Hancocks Bridge, Nine Mile Point 1 in Scriba und Indian Point 3 in Buchanan, teilte die Atomaufsichtsbehörde NRC mit. Ursache seien Probleme mit der internen Stromversorgung als Folge des Hurrikans. Der älteste Reaktor des Landes, Oyster Creek, war bereits vor dem Sturm abgeschaltet worden. Alle Reaktoren seien weiter in einem sicheren Zustand, hieß es.

[18.02 Uhr] An US-Börsen wird Mittwoch wieder gehandelt

Die US-Börsen öffnen am Mittwoch wieder. Das teilten die Betreiber mit. Am Dienstag war der Handel ausgesetzt worden, weil die Händler wegen des stillstehenden Verkehrs nicht zur Arbeit kommen konnten. Zudem liegt die Wall Street in einer Gegend, die überflutungsgefährdet ist.

[17.51 Uhr] Mehr als acht Millionen Haushalte ohne Strom

Das US-Energieministerium hat einen Überblick zur Zahl der durch "Sandy" verursachten Stromausfälle vorgelegt. Demnach sind mehr als acht Millionen Haushalte und Betriebe ohne Strom, allerdings seien deutlich mehr Menschen betroffen. Um 15 Uhr waren dem Ministerium zufolge 8,1 Millionen Haushalte und Firmen ohne Strom. Diese Zahl dürfte weiter steigen.

Energieversorger berichteten von Stromausfällen in Ostküstenstaaten von North Carolina bis zur kanadischen Grenze und bis weit ins Inland nach Ohio und Indiana. Am schwersten betroffen war New Jersey, wo bei 62 Prozent aller Kunden die Elektrizitätsversorgung unterbrochen war. "Sandy" hatte Stromleitungen zerstört und elektrische Anlagen geflutet.

[17.36 Uhr] Bloomberg: "Verheerender Sturm"

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sieht in "Sandy" eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Stadt. "Dies war ein verheerender Sturm, vielleicht der schlimmste, den New York City je erlebt hat", twitterte er. Die Auswirkungen würden noch eine Weile zu spüren sein.

[17.27 Uhr] Leben in Teilen Manhattans normalisiert sich

Manhattan ist in diesen Stunden ein geteilter Ort, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Florian Harms: Während sich das Leben in Midtown und weiter nördlich normalisiert, die ersten Geschäfte wieder öffnen und viele Menschen wieder unterwegs sind, bietet Lower Manhattan noch eine chaotische Szenerie: Müll, Trümmerteile und umgestürzte Bäume liegen auf Gehsteigen, nur wenige Taxis und Privatautos fahren durch die Straßen, die ausgefallenen Ampeln baumeln im Wind, blinkende Polizeiautos sperren ganze Straßenzüge ab.

[17.12 Uhr] Obama sagt dritten Wahlkampftag in Folge ab

US-Präsident Barack Obama wird auch am Mittwoch in Washington bleiben, um die Rettungs- und Schutzmaßnahmen der Behörden gegen "Sandy" zu überwachen. Obama sagte mehrere Wahlkampfauftritte ab. Ursprünglich waren Veranstaltungen des Präsidenten in Ohio geplant. Der Bundesstaat gilt als einer der entscheidenden bei der Wahl am 6. November. Obama hatte bereits am Montag und Dienstag Wahlkampftermine nicht wahrgenommen.

[17.08 Uhr] Zahl der Todesopfer in den USA steigt

Laut CNN ist die Zahl der durch "Sandy" Getöteten in den USA auf 26 gestiegen. Allein im Bundesstaat New York sind laut Gouverneur Andrew Cuomo 15 Menschen gestorben. Er gehe davon aus, dass es nicht bei dieser Zahl bleiben werde.

[16.55 Uhr] "Zerstörungen unvorstellbaren Ausmaßes"

New Jerseys Gouverneur Chris Christie hat sich bei einer Pressekonferenz schockiert über die Verwüstungen durch "Sandy" in seinem Staat gezeigt. "Das Ausmaß der Zerstörung an der Küste von New Jersey ist unvorstellbar", sagte Christie dem Sender CNN. Die Behörden seien weit davon entfernt, den meisten Bewohnern die Rückkehr zu gestatten, sagte der Politiker.

U-Bahn in New York mehrere Tage außer Betrieb


[16.38 Uhr] New Yorks U-Bahn mehrere Tage außer Betrieb

In New York werden die U-Bahnen wohl frühestens in vier bis fünf Tagen wieder fahren, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. Man hoffe, am Mittwoch wieder einen regulären Busbetrieb einrichten zu können. Insgesamt habe "Sandy" in der Stadt 23 schwere Feuer verursacht. Laut Bloomberg sind allein in New York mindestens zehn Menschen durch "Sandy" ums Leben gekommen.

[16.30 Uhr] Rettungskräfte suchen nach Kapitän der "Bounty"

Die Suche der US-Küstenwache nach Robin Walbridge, Kapitän des Filmschiffs "Bounty", geht weiter. Die Rettungskräfte sind optimistisch, den 63-Jährigen lebend zu finden. Er trägt den Angaben zufolge einen roten Überlebensanzug und befindet sich knapp 150 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates North Carolina. Die See ist rau, aber mit 25 Grad relativ warm. Der aus dem Hollywood-Klassiker "Die Meuterei auf der Bounty" von 1962 bekannte Großsegler war wegen "Sandy" in Seenot geraten und aufgegeben worden. Mehrere Crewmitglieder, darunter Walbridge, waren von meterhohen Wellen über Bord gespült worden. 14 Besatzungsmitglieder wurden am Montag mit einem Helikopter gerettet.

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Wirbelsturm: "Sandy" sorgt für Chaos

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[16.25 Uhr] Schaulustige an zerstörtem Baukran

"Sandy" hat an der West 57th Street an einer Wolkenkratzer-Baustelle einen Kran schwer beschädigt. Sicherheitshalber hat die Polizei den Block und die sonst vielbefahrene Avenue of the Americas mit Gittern abgesperrt, wie SPIEGEL-ONLINE-Reporter Florian Harms berichtet. "Aber ich will doch in meine Wohnung!", sagt ein älterer Mann. Der Polizist bleibt hart: "No way." Im Rinnstein liegen einzelne Schuhe, die irgendjemand im Chaos verloren haben muss.

Die Szenerie zieht Schaulustige an: Touristen drängen sich an den Absperrgittern und fotografieren den zerstörten Kran an dem in Bau befindlichen Wolkenkratzer. Der Wind hat ein etwa 30 Meter langes Werbeplakat eines Geschäfts um eine Ampel gewickelt, es sieht fast aus wie ein Kunstobjekt von Christo. Die Tür des Apple Stores auf der Straßenseite gegenüber ist mit einigen Sandsäcken gesichert. Durch die Scheibe sieht man: Drinnen haben die Angestellten jeden einzelnen Laptop zum Schutz gegen eindringendes Wasser in eine Plastiktüte gepackt. Auch fast wie Christo.

[16.00 Uhr] Leere Ränge

Auch auf die besten Witze wird an diesem Abend nur Schweigen folgen. Hurrikan "Sandy" hinderte Fans der "Late Show" daran, ihr Idol David Letterman live zu erleben. Der König der Late-Talker trotzte allen Warnungen und erschien am Montag zur Aufzeichnung im New Yorker Studio des Senders CBS. Um überhaupt einen Adressaten für seine Witze zu finden, musste Letterman mit den Studiomusikern um Bandleader Paul Shaffer vorliebnehmen, wie die Nachrichtenseite "The Hollywood Reporter" berichtete.

[15.50 Uhr] Raus aus der "toten Zone"

Lower Manhattan, im Katastrophengebiet: Es regnet sturzbachartig, wegen des Stromausfalls sind auch alle Ampeln ausgefallen. Auf den Straßen liegen umgekippte Bäume, Äste, Teile von Baugerüsten, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Florian Harms. Viele Menschen wissen noch gar nicht, was genau passiert ist, weil sie kein Fernsehen oder Radio nutzen können und auch das Handynetz zusammengebrochen ist.

Hunderte Menschen stehen an den Straßenrändern und versuchen, eines der wenigen Taxis anzuhalten, um aus der "toten Zone" hinauszufahren. "Sind auch alle Brücken geschlossen?", ruft eine junge Frau einem langsam vorbeifahrenden Autofahrer zu.

[15.38 Uhr] Schulen ab Mittwoch wieder geöffnet

SPIEGEL-Reporter Markus Grill berichtet, dass die Schulen in Washington morgen wieder öffnen werden. Es herrscht Erleichterung, dass "Sandy" die US-Hauptstadt nicht so hart getroffen hat wie befürchtet.

[15.30 Uhr] 150.000 Haushalte in Washington ohne Strom

In Washington herrscht die Ruhe nach dem Sturm, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Sebastian Fischer. Die Hauptstädter sind froh, dass es sie schwächer getroffen hat als erwartet. Zwar sind noch immer gut 150.000 Haushalte in der Region ohne Strom, doch die Zahl lag in der Nacht auch schon bei etwa 220.000. Der Potomac River ist stark angestiegen in den letzten Stunden, doch innerstädtisch bisher kaum über das Ufer getreten.

[15.12 Uhr] U-Bahn in Washington soll bald wieder fahren

Nach dem Durchzug von Wirbelsturm "Sandy" sollen in der US-Hauptstadt die öffentlichen Verkehrsmittel bald wieder fahren. Mittwochmorgen soll alles wieder normal laufen, teilten die Verkehrsbetriebe mit. U-Bahnen und Busse hatten Montagmorgen den Dienst eingestellt.

[15.10 Uhr] Einkaufen im Luxushotel

Weil Läden und Behörden geschlossen sind, kommt es in Midtown Manhattan zu bemerkenswerten Szenen, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Florian Harms. Menschen, die zu Hause nicht genug Essen oder Wasser gebunkert haben, versuchen, in Luxushotels zu gelangen, um dort in den Shops einzukaufen - so sitzen bereits Hunderte in der Lobby des Hyatt-Hotels, viele auf dem Fußboden. Die Sicherheitsleute lassen daher inzwischen niemanden mehr ins Hotel, der kein Zimmer gebucht hat. Es kommt zu Rangeleien, Menschen rufen: "Lasst mich rein, ich will doch nur ein paar Flaschen Wasser kaufen!"

[14.38 Uhr] Astronauten beobachten "Sandy" aus dem All

Die Besatzung der Raumstation ISS konnte dem Wirbelsturm aus dem Weltall folgen. Astronautin Sunita Williams, deren Familie in New England lebt, sagte, sie habe den Wirbel aus Tausenden Kilometern Entfernung erkennen können.

[14.26 Uhr] "Sandy" zieht weiter gen Norden

Nach den verheerenden Sturmschäden an der Ostküste der USA zieht "Sandy" weiter in Richtung Norden. Dabei schwäche sich der Sturm nur langsam ab. Es gebe nach wie vor Windgeschwindigkeiten von knapp hundert Kilometern pro Stunde, berichtete ein Meteorologe des TV-Senders CNN. In den Höhenlagen der Appalachen falle Schnee.

[14.22 Uhr] Weitere Wahlkampftermine abgesagt

"Sandy" hat den US-Wahlkampf genau eine Woche vor der Wahl nahezu zum Erliegen gebracht. Präsident Barack Obama sagte nach Montag auch am Dienstag alle Auftritte ab und blieb im Weißen Haus, um das Krisenmanagement zu koordinieren. Obamas republikanischer Herausforderer Mitt Romney wollte zumindest einen Termin im umkämpften Ohio wahrnehmen. Sein Team betonte aber, dass es dabei vor allem um Hilfe für die Sturmopfer gehen sollte. Beide Präsidentschaftskandidaten bemühten sich, nicht den Eindruck zu erwecken, dass sie politische Auseinandersetzungen über das Wohlergehen der betroffenen Menschen stellten.

[14.09 Uhr] Politischer Widersacher lobt Obamas Kriseneinsatz

Der republikanische Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hat US-Präsident Barack Obama nach dem katastrophalen Wirbelsturm ausdrücklich für sein Krisenmanagement gelobt. "Ich will dem Präsidenten persönlich für all seine Hilfe danken, während wir uns von dem Sturm erholen", schrieb Christie im Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf seinen politischen Widersacher.

Christie gilt als einer der wichtigsten Fürsprecher von Obamas Herausforderer im Präsidentschaftswahlkampf, Mitt Romney. Auch in Fernsehinterviews bekräftigte der Republikaner am Dienstag sein Lob: "Der Präsident hat ausgezeichnet gehandelt", sagte er. Obama hat als Regierungschef die Oberaufsicht über die nationalen Rettungsbehörden.

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ulz/max/AP/dpa/dapd/AFP/Reuters