Sarah Ferguson: Britische Medien berichten über Versteck in den Alpen - DER SPIEGEL
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Resort in Österreich Britische Medien berichten über Sarah Fergusons Versteck in den Alpen

Wenn man sich schon verkriecht, um dem Fallout des Epstein-Skandals zu entgehen, dann wenigstens in gediegenem Ambiente: Sarah Ferguson, britische Schlüsselfigur im Netzwerk des US-Milliardärs, ist wieder in den Schlagzeilen. Hat das einen Bezug zur Reise des Königs in die USA?
Sarah Ferguson (Foto von 2024):
Sarah Ferguson (Foto von 2024):

Sarah Ferguson (Foto von 2024):

Foto: Justin Tallis / AFP

Sieben Monate wurde die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor nicht in der Öffentlichkeit gesehen. Während der Druck auf sie anhält, in den USA zu ihren Verbindungen zu Jeffrey Epstein auszusagen, hat die britische Boulevardzeitung »The Sun«  sie diese Woche in Österreich gesichtet.

Dort halte sich Sarah Ferguson in einem Alpenresort auf, dessen Zimmer 2000 Pfund pro Nacht kosten sollen – wo genau, berichtet »The Sun« nicht. Die Bilder zeigen die Ex-Adlige mit Mantel und Baseballcap.

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Ihre Kleiderwahl sei offensichtlich darauf ausgelegt, möglichst unerkannt zu bleiben, zitiert die Boulevardzeitung eine anonyme Quelle. »Die Gegend ist absolut wunderschön und die meiste Zeit sehr ruhig, daher ist die der perfekte Ort für eine prominente Persönlichkeit wie sie, um sich zurückzuziehen, wenn es brenzlig wird.«

Sarah Fergusons mutmaßliches Versteckspiel hat eine politische Komponente. Sie ist eine der britischen Schlüsselfiguren im Epstein-Skandal, weil sie sich offenbar erhebliche Geldsummen von dem US-Milliardär und Sexualstraftäter lieh. Bereits 2011 hatte Ferguson in einem Zeitungsinterview zugegeben, 15.000 Pfund von Epstein angenommen zu haben.

2025 wurde eine E-Mail öffentlich, in der sie sich bei Epstein für eine öffentliche Distanzierung von ihm entschuldigt und ihn als ihren »größten Freund« bezeichnet hatte.

Die ehemalige Herzogin von York verlor im vergangenen Jahr ihren Titel, als das britische Königshaus auch ihrem Ex-Mann, dem ehemaligen Prinzen Andrew, seinen Status aberkannte . Laut »The Sun« sei sie das letzte Mal am 16. September bei der Beerdigung von Katharine, der Herzogin von Kent, offiziell in der Öffentlichkeit aufgetreten. Anfang Februar habe sie aus der Royal Lodge in Windsor ausziehen müssen, wo sie mit Andrew auch nach ihrer Trennung von ihm gewohnt hatte.

US-Politiker haben Ferguson dem Bericht zufolge gebeten, vor dem Kongress über ihre »engen persönlichen und geschäftlichen Verbindungen« zu Epstein auszusagen. Bislang habe diese aber nicht darauf reagiert.

Ferguson hatte jahrelang gemeinsam mit ihrem Ex-Mann in einem feudalen Wohnsitz nahe Schloss Windsor gelebt. Als Andrew von seinem älteren Bruder, König Charles III., dort ausquartiert wurde, musste auch Ferguson gehen. Allerdings schloss sie sich nicht dem Exil ihres Ex-Mannes auf dem königlichen Gut Sandringham in Norfolk an, sondern flüchtete nach Österreich.

Pikant ist der Zeitpunkt der Berichte über Fergusons Rückzugsort. In Kürze wird ihr Ex-Schwager König Charles zu einem Staatsbesuch in die USA aufbrechen. Kritisiert wurde, dass er sich dort nicht – als Geste der Abbitte – mit Missbrauchsopfern Epsteins treffen wird. Der Monarch dürfte sich wünschen, dass das Thema Epstein in der Versenkung verschwindet, schlimm genug, dass es durch Bruder und Ex-Schwägerin immer wieder hochkocht. Dass das Thema Sarah Ferguson nun wieder auftaucht, dürfte auch seinen Staatsbesuch thematisch wieder enger mit dem Epstein-Skandal verknüpfen.

Inzwischen wirkt sich der Epstein-Skandal auch auf die Töchter von Andrew und Sarah Ferguson aus: Lesen Sie hier , warum Prinzessin Eugenie kürzlich ihren Posten bei einer Hilfsorganisation verlor.

lki