Sars: In Chinas Zoos herrscht das Gesetz des Dschungels - DER SPIEGEL
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Sars In Chinas Zoos herrscht das Gesetz des Dschungels

Fressen oder gefressen werden - das Gesetz des Dschungels herrscht seit dem Ausbruch der gefährlichen Lungenseuche Sars wieder in chinesischen Zoos. Im Tierpark von Xiamen zerfleischten sich Tiger und Löwen gegenseitig. Der Park kann sich wegen schwindender Besucherzahlen kaum noch Futter leisten.
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Peking - "Der Hunger hat die Tiere reizbar gemacht und sie sind zum Gesetz des Dschungels zurückgekehrt", berichtete der Zoodirektor von Xiamen, Liu Huichun. Bei dem Zwischenfall wurde ein fünfjähriger Löwe getötet, zwei Tiger wurden schwer verletzt. Seit dem Ausbruch der Seuche Sars gingen die Besucherzahlen im Zoo von Xiamen um 98 Prozent zurück.

Angesichts der fehlenden Einnahmen mussten die Futterrationen gekürzt werden. Ein Tiger oder Löwe erhält nach Angaben Lius normalerweise pro Tag fünf Kilogramm Rindfleisch, ein Kilogramm Hühnerknochen, zwei lebende Hühner, Eier und Milchpulver. Jetzt seien aber nur noch drei Kilogramm Fleisch und Hühnerknochen zu finanzieren, Eier und Milch gebe es für die Tiere nicht mehr. Nach Angaben der Zeitung "Beijing Youth Daily" leben in dem Park sechs Sibirische Tiger, zwölf afrikanische Löwen und zehn Löwenjunge.

Um die Tiere zu versorgen hätten Mitarbeiter des Zoos bereits Teile ihres Gehalts gespendet, auch die Stadt Xiamen bemühe sich um Hilfe, sagte Liu. Um die Ausbreitung von Sars im Land zu verhindern, hatte die Regierung die Menschen in China aufgefordert, auf Reisen möglichst zu verzichten. Außerdem berichteten Forscher in der vergangenen Woche, die Lungenkrankheit sei möglicherweise von der Zibetkatze auf den Menschen übertragen worden.

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