SARS in Hongkong Zwölf Tote an einem Tag
Hongkong - Mit den neuen Opfern hat sich innerhalb einer Woche die Zahl der Todesopfer in Hongkong mehr als verdoppelt: Sie sei seit vergangenem Samstag von 35 auf nunmehr 81 gestiegen, teilten die Behörden mit. Auch die Krankheitsfälle erhöhten sich am Samstag in der chinesischen Sonderverwaltungszone um 31 auf insgesamt 1358.
Die Führung in China verfügte nach internationaler Kritik an ihrer Informationspolitik harte Strafen für das Verschweigen von SARS-Fällen. Die staatlich kontrollierten Medien berichteten am Samstag Ministerpräsident Wen Jiabao habe davor gewarnt, Fälle von SARS nicht oder verzögert zu melden.
"Jeder, der Fälle von SARS verschleiert oder die Weitergabe von Informationen verzögert, wird hart bestraft, da die Angelegenheit die Gesundheit und Sicherheit des Volkes betrifft", zitierte die englischsprachige Zeitung "China Daily" Wen.
Die Lungenkrankheit brach nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation im November in der südchinesischen Provinz Guandong aus und verbreitete sich von dort in bislang 25 Staaten. Bis Freitag wurden weltweit mehr als 3500 Menschen und 170 Todesopfer registriert. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass durch SARS bislang Schäden in Höhe von weltweit mindestens 30 Milliarden Dollar entstanden sind.