Sauerbraten-Streit Wirtin scheitert von Gericht
Auerbach - Ob die Sauerbraten-Soße tatsächlich so mehlig war und das Rotkraut an jenem Tag im August 2001 wirklich so unappetitlich hell war, wie Feinschmecker Mike Loos behauptete, wird wohl nicht mehr geklärt werden können. Der 32-Jährige hatte im Restaurant im Mylauer "Schützenhaus" den "Original Vogtländischen Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen" bestellt, probiert und verschmäht - und sich geweigert, die Rechnung über 7,06 Euro zu bezahlen.
Wirtin Antje Tremel, stolz auf ihr Familienrezept, fühlte sich durch die Kritik offenbar so in ihrer Kochehre gekränkt, dass sie vor Gericht zog und den Fehlbetrag einklagte. Doch nun gaben die Richter dem Gast Recht. Das Amtsgericht im sächsischen Auerbach wies am Freitag die Klage der Gastwirtin ab. Sie habe nicht eindeutig beweisen können, dass der Sauerbraten tatsächlich in Ordnung war, hieß es zur Begründung.