Sauna-WM Sitzen, schwitzen, siegen
Helsinki - Ob es an seinem Heimvorteil lag? Der Finne Timo Kaukonen konnte sich in Heinola bei 130 Grad den Weltmeistertitel und die Ehre als Super-Schwitzer sichern. Der hitzebeständige Nordeuropäer hielt es an diesem Wochenende genau zwölf Minuten und 26 Sekunden lang in der WM-Sauna aus und schlug damit seinen Landsmann Markku Mustonen um genau drei Sekunden. Bei den Damen siegte die Finnin Leena Kautianen (zehn Minuten und 31 Sekunden) vor ihrer Landsmännin Leila Kulin.
Als größte Herausforderung bezeichneten die 71 Teilnehmer nicht die hohen Temperaturen, sondern die Feuchtigkeit nach den Aufgüssen im Abstand von jeweils einer halben Minute. Die teilweise verglaste WM-Sauna wurde auf einer Theaterbühne installiert und während des Wettbewerbes gefilmt. Zu den Regeln gehörte, dass die Teilnehmer während ihres Saunaganges weder Schweiß vom Körper wischen noch aufstehen durften. Die Temperatur von zunächst 110 Grad wurde für die Finalrunden auf 130 Grad erhöht.
Unter diesen Bedingungen schwitzten außer Finnen und anderen Nordeuropäern auch Saunagänger aus Deutschland und ohnehin recht heißen Ländern wie Marokko und Ägypten sowie Australien. Doch sie konnten gegen die Sauna-gewöhnten Finnen nicht anstinken.
jdl/dpa