Schicker Müll - DER SPIEGEL
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DESIGN Schicker Müll

• aus DER SPIEGEL 29/2003
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sars machte es möglich: Zum ersten Mal in der Geschichte der Florentiner Modemessen »Pitti Immagine« mussten die Gäste des Messe-Restaurants den Lunch mit Einweggeschirr und Plastikbesteck einnehmen. Aus Angst vor der Lungenkrankheit hatten US-Aussteller und Pressevertreter den Verzicht auf Porzellan und Edelstahl gefordert. Begründung: die Anwesenheit chinesischer Journalisten. Auf die amerikanische Übervorsicht reagierte die Stil-Metropole des alten Europa mit Geschmack - und »Clack": Das rubinrote Designer-Besteck aus transparentem Polystyrol tröstet in Florenz über gastronomische Einwegzumutungen hinweg - auch jetzt noch, nachdem die Sars-Gefahr gebannt ist. Der Hersteller, Pandora in Mailand, hat »Clack« auch Fluggesellschaften angeboten. Doch die Airlines, deren Gäste weißes Billigplastik in die Hand bekommen, hätten abgewinkt: zu teuer.

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