Schiff rammt Steg am Starnberger See - DER SPIEGEL
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Unglück auf dem Starnberger See: Schiff rammt Bootssteg

Foto: Peter Schropp/ dpa

Starnberger See Ausflugsdampfer rumst rückwärts gegen Steg

Ein technischer Fehler soll schuld gewesen sein: Im Rückwärtsgang rammte ein Schiff auf dem Starnberger See am Freitagabend einen Bootssteg, auf dem sich viele Menschen befanden. Ein Mann rettete sich durch einen Sprung ins Wasser, mehrere Personen wurden verletzt.
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Starnberg - Am Freitagabend krachte das Ausflugsschiff "Seeshaupt" auf dem Starnberger See gegen den voll besetzten Steg eines am Ufer gelegenen Restaurants. Polizeiangaben zufolge wurden bei dem Unfall fünf Menschen leicht verletzt. Das neue Flaggschiff der Starnberger-See-Flotte war gerade erst zwei Wochen zuvor, am 13. Juli, von Karin Baumüller-Söder, der Frau von Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU), getauft worden. Es trägt den Namen eines kleinen Ortes am südlichen Ende des Starnberger Sees.

Planmäßig stiegen am Freitagabend alle Passagiere am Dampfersteg der Seepromenade aus. Anschließend sollte das Schiff in den Starnberger Hafen zurückfahren. Doch plötzlich ließ sich der Polizei zufolge der Rückwärtsgang nicht mehr lösen - die "Seeshaupt" fuhr direkt auf den Steg des Seerestaurants zu. Die Gäste sahen das Unglück kommen und verließen fluchtartig den Steg.

Ein Mann konnte sich nur durch einen Sprung ins Wasser retten, als das Heck des Schiffs gegen den Steg krachte. Vier Menschen wurden von umherfliegenden Teilen getroffen - sie kamen in ein Starnberger Krankenhaus. Auf der "Seeshaupt" befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks keine Passagiere mehr, ausschließlich die Mannschaft war noch an Bord. Das Schiff blieb trotz des Unfalls fahrtüchtig. Der technische Defekt konnte später behoben werden, und der Kapitän steuerte das Schiff zurück in den Hafen.

Das nach der Gemeinde Seeshaupt am Südufer des Starnberger Sees benannte Schiff bietet 800 Fahrgästen Platz und ist vor allem für den Linienverkehr gedacht. Zu seinen Attraktionen gehören ein Ruhedeck mit Liegestühlen, ein Aussichtsturm mit Fernrohren, ein Spielbereich für Kinder und eine Aussichtsplattform. Mit 60 Metern ist die "Seeshaupt" das längste Schiff der Flotte der Bayerischen Seenschifffahrt. Bereits 1955 hatte auf dem Starnberger See ein Schiff gleichen Namens den Dienst aufgenommen. Seinerzeit modernste Ausflugsschiff auf dem See, wurde es jedoch Ende 2011 verschrottet.

mak/dpa