Indien Mehr als hundert Tote bei Schiffsunglück
Unglück auf dem Brahmaputra: Mehr als 300 Menschen sollen auf der Fähre gewesen sein
Foto: UTPAL BARUAH/ REUTERSNeu Delhi - "Die Rettungsaktion ist in vollem Gange", sagte der Ministerpräsident des Bundesstaates Assam, Tarun Gogoi, am Dienstag dem Sender NDTV. Fernsehbilder zeigten Taucher sowie Angehörige der Sicherheitskräfte und des Katastrophenschutzes. Inzwischen wurden 103 Tote geborgen. Mehr als hundert weitere Passagiere wurden nach Behördenangaben vom Dienstag noch vermisst.
Die überfüllte Fähre war am Montagabend bei starkem Wind und Regen auf dem Brahmaputra im Nordosten des Landes gekentert. Der Fluss ist an dieser Stelle mehrere Kilometer breit.
Rund 150 Menschen hätten sich auf dem Dach des Bootes befunden, als der Sturm einsetzte, sagte ein Überlebender dem örtlichen Fernsehen. Die meisten davon hätten sich retten können, bevor die Fähre auseinanderbrach.
Der Bezirk Dhubri liegt etwa 350 Kilometer westlich von Gauhati, unweit der Grenze zu Bangladesch. Die dortigen Behörden wurden um Unterstützung gebeten. Indiens Premierminister Manmohan Singh sprach von einer "Tragödie".