Schiffsunglück: Suche nach Vermissten wird eingestellt - DER SPIEGEL
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Schiffsunglück Suche nach Vermissten wird eingestellt

Die Suche nach den beiden verschollenen Touristen des vor Santorin gesunkenen Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" wird abgebrochen. Taucher können nicht zu dem Deck vordringen, auf dem sich die Leichen der französischen Urlauber befinden sollen.
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Santorin - "Es ist unmöglich, das Deck zwei zu erreichen, wo die Vermissten vermutet werden", sagte der Einsatzleiter des Sonderkommandos des griechischen Meeresforschungsinstituts, Giorgos Chronis. Am Vortag hatten die Experten das Wrack des Schiffes mit einem unbemannten U-Boot angesteuert. Die Kameras zeigten, dass der Schiffsbug rund 90 und das Heck rund 170 Meter tief auf dem stark abschüssigen Meeresboden mit leichter Steuerbord-Schlagseite liegt.

Deshalb können die Experten auch nicht genau und klar sehen, wie lang der Riss ist, der nach dem Auffahren des Schiffes auf ein Riff vergangenen Donnerstag entstanden war. Er wird jedoch auf mehr als 30 Meter geschätzt. Das 22.000-Tonnen-Schiff war 143 Meter lang.

Hingegen seien die Möglichkeiten, den Treibstoff des Schiffes abzusaugen, "gut", sagte der Einsatzleiter. 120 Tonnen Diesel sind bereits ausgelaufen, 430 Tonnen sollen insgesamt in den Tanks der "Sea Diamond" gewesen sein. Spezialboote und freiwillige Helfer versuchen nun die entstandene Ölverschmutzung zu beseitigen.

Die "Sea Diamond" war am 5. April mit 1547 Menschen an Bord bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin auf ein Riff gelaufen. 15 Stunden später ging sie unter. Bis auf die zwei Vermissten waren alle Passagiere und Besatzungsmitglieder von Fischer- und Ausflugsbooten in Sicherheit gebracht worden.

jdl/dpa