Schlammlawine Regen erschwert Rettungseinsatz
Manila - Rettungskräfte hatten gestern Klopfgeräusche und kratzende Laute registriert. Die Laute waren an einer Stelle zu hören, an der eine mit rund 250 Kindern und Lehrern verschüttete Grundschule vermutet wird. Das Regenwasser habe jedoch einige Grabungsstellen unterspült, sagte heute die Gouverneurin der Provinz Süd-Leyte, Rosette Lerias.
Ihren Angaben zufolge wurden die Arbeiten dort zunächst unterbrochen. Wegen des weichen Untergrunds und des starken Regens rutscht ständig Schlamm nach. Die Einsatzkräfte müssen mit Schaufeln und bloßen Händen arbeiten, denn schweres Räumgerät kann nicht eingesetzt werden.
Am Morgen schwärmten erneut internationale Bergungsteams mit Suchhunden und Spezialgerät in der Hoffnung aus, Lebenszeichen von Verschütteten unter der bis zu 30 Meter dicken Schlammschicht zu lokalisieren. Rettungskräfte vor Ort hatten sich in den vergangenen Tagen angesichts der riesigen Erdmassen jedoch skeptisch gezeigt, dass noch Überlebende gefunden werden.
Noch gestern hatte die Gouverneurin Hoffnung geschürt: Es gebe weiterhin positive Signale, hatte sie am Abend erklärt. Meldungen über eine vermeintliche Rettung von etwa 50 Verschütteten aus der Grundschule hatten sich jedoch als falsch herausgestellt. Nach offiziellen Angaben werden noch 1371 Menschen vermisst, 85 wurden bislang tot geborgen. Sie waren einer gewaltigen Lawine aus Schlamm und Geröll zum Opfer gefallen, die das Dorf Guinsaugon am Freitag komplett unter sich begraben hatte.
rom/dpa/reuters