Schleuder-Verbot Dave der Gnom probt den Zwergenaufstand
Tampa - Er wolle sich vom Staat nicht vorschreiben lassen, wie er seinen Lebensunterhalt verdiene, sagte Flood. "Sie denken, nur weil du eine körperliche Behinderung hast, kannst du keine eigenen Entscheidungen treffen", kritisierte der 37-Jährige die Regierung, allen voran Floridas Gouverneur Jeb Bush.
Auslöser seines Protests ist ein 1989 erlassenes Gesetz. Dieses wurde von der Organisation Kleine Leute Amerikas forciert und verbietet den Wettkampf im Zwergenwerfen. Kneipen, die dem zuwiderhandeln, werden mit einer Geldstrafe belegt oder dürfen keinen Alkohol mehr ausschenken. Flood argumentierte nun, das Gesetz verletze seine Rechte. "Kleinwüchsige werden dadurch ausgegrenzt", erklärte sein Anwalt Michael Steinberg. Sein Mandant fühle sich nicht behindert, sondern nur ein bisschen kleiner als andere Leute.
Cara Egan, Sprecherin der Organisation Kleine Leute Amerikas, hält nichts von Foods Klage. Ihre Vereinigung habe hart für ein gesetzliches Verbot des Zwergenwerfens gekämpft. Der Wurf könne Knochenbrüche und neurologische Schäden verursachen. Robert Van Etten, Leiter der Organisation in Florida, erklärt: "Es entsteht ein völlig verzerrtes Bild von uns in der Öffentlichkeit - man sieht uns als Objekt, das einfach weggeworfen werden kann." Keine andere Minorität würde so behandelt.
Und außerdem habe Flood schon einen Job: Als "Dave der Zwerg" moderiert er jeden Morgen im Radio.