Schleuserschiff: 26 Flüchtlinge vor der italienischen Küste gestorben - DER SPIEGEL
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Schleuserschiff 26 Flüchtlinge vor der italienischen Küste gestorben

Bei dem Versuch, von Libyen nach Italien zu gelangen, sind mindestens 26 afrikanische Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die Überlebenden wurden heute 75 Meilen vor der italienischen Küste aufgegriffen.
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Palermo - Ein Handelsschiff aus Gibraltar griff 75 der Passagiere vor der sizilianischen Küste auf. Ursprünglich hatten etwa 100 Flüchtlinge versucht, auf dem nur 14 Meter langen, unsicheren Boot Italien zu erreichen. Doch während der Überfahrt starben mindestens 26 Menschen, deren Leichen die übrigen Passagiere über Bord warfen. Wahrscheinlich waren sie verdurstet.

"Mein Sohn hat es nicht geschafft, ich musste ihn im Meer zurücklassen", klagte einer der Überlebenden, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtet. Ein Mann musste mit einem Helikopter in ein Krankenhaus auf Malta gebracht werden. Das Schiff hat den Angaben der Passagiere zufolge Libyen vor neun Tagen verlassen. An Bord gab es nur wenig Wasser und Nahrungsmittel.

Die Flüchtlinge sagten, sie stammten aus Libyen, dem Sudan, Sierra Leone und der Elfenbeinküste. Die Polizei erklärte, jeder von ihnen habe zwischen 800 und 1800 US-Dollar für die Überfahrt bezahlt.