Schlingernder Siegeskurs - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 32 / 123

SPIELE Schlingernder Siegeskurs

• aus DER SPIEGEL 52/1998
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Verträglichkeit von geistigen Getränken und geistiger Arbeit ist eine Frage der Dosierung - oder der Übung. In Großbritannien ist jetzt ein Schachspiel auf den Markt gekommen, das die menschlichen Urbedürfnisse Saufen und Denken ökonomisch verbindet: Die Figuren bestehen aus mit Hochprozentigem gefüllten Schnapsgläsern, der Alkoholanteil sollte gleich sein, die Farbe unterschiedlich (etwa Wodka gegen Brandy oder Gin gegen Whisky). Wer eine Figur hinauswirft, kippt ihren Inhalt - und läuft Gefahr, daß sein Siegeskurs bald ins Schlingern gerät. Beim normalen Schach verbotene Züge sind beim Shot Glass Chess gestattet, sofern der Gegner sie übersieht. Verschütten gilt nicht: Schwamm drüber und nachgefüllt. Dem Verlierer schlägt sein letztes Schlücklein - den eigenen König auf ex.

Zur Ausgabe
Artikel 32 / 123