Schlüpfrige Namenswitze: Stefan Raab unter Druck - DER SPIEGEL
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Schlüpfrige Namenswitze Stefan Raab unter Druck

Wegen seiner anzüglichen Witze über eine 17-Jährige hat Stefan Raab nicht nur juristische Schwierigkeiten. Auch vom Fernsehsender ProSieben bekam er nun Schelte.
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München - In seiner Sendung "TV Total" hatte Raab mehrmals schlüpfrige Witze über eine 17-Jährige aus Essen gemacht. Er stellte Überlegungen an, welche Karriere-Chancen das Mädchen mit dem Namen Lisa Loch im Porno-Business habe. Zudem erklärte er, Lisa Loch sei möglicherweise nur der Künstlername, in Wirklichkeit heiße sie wohl eher Petra Pussy.

Raab entwarf zudem ein Plakat einer "Lisa-Loch-Partei", auf dem eine Blondine beim Sex gezeigt wurde. Unterhalb des Paares stand der Spruch "Loch für alle". Die Schülerin, die unter den Witzeleien des Moderators stark gelitten hatte, erwirkte vor dem Landgericht Essen eine einstweilige Verfügung, die es Raab verbietet, ihren Namen in ehrverletzendem Zusammenhang zu benutzen. Bei Zuwiderhandlung droht ihm ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro. Zudem stellte die Familie Strafanzeige gegen den Moderator - wegen "massivster Demütigungen und Beleidigungen", wie der Anwalt des Raab-Opfers in der vergangenen Woche erklärte.

Bei ProSieben hieß es, es habe Gespräche zwischen der Geschäftsführung des Senders und dem Moderator mit dem Ergebnis gegeben, dass solche Vorfälle sich nicht noch einmal ereignen dürften. Ein Sprecher des Privatsenders erklärte, man stehe aber trotzdem zu Raab. Der TV-Moderator, der seine Sendung viermal die Woche präsentiert, sei ermahnt worden.