Schmiergeld-Prozess: Gericht rät Wildmoser zu Geständnis - DER SPIEGEL
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Schmiergeld-Prozess Gericht rät Wildmoser zu Geständnis

Das Landgericht München hat Karl-Heinz Wildmoser junior ein Geständnis nahe gelegt. Der ehemalige Stadionmanager steht wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung vor Gericht. Sollte er die Vorwürfe einräumen, kann er mit einer Strafmilderung rechnen.
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München - Der Angeklagte sei nach bisherigem Prozessverlauf "näher an einer Verurteilung als an einem Freispruch", sagte die Vorsitzende Richterin Huberta Knöringer heute. Wildmoser solle in der Weihnachtspause über ein Geständnis nachdenken. "Bei uns gibt es im Falle eines Geständnisses Pi mal Daumen ein Drittel Strafmilderung", sagte sie.

Der ehemalige Geschäftsführer des TSV München 1860 und der Allianz-Arena soll dem Bauunternehmen Alpine Interna aus dem Vergabeverfahren verraten und dafür mit einem Freund zusammen 2,8 Millionen Euro Schmiergeld kassiert haben. Der Sohn des langjährigen 1860-Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser senior hat die Vorwürfe bislang bestritten.

Der Prozess soll am 11. Januar fortgesetzt werden. Bei einer Verurteilung drohen Wildmoser junior mehrere Jahre Gefängnis. Die Allianz-Arena wird vom FC Bayern und dem TSV 1860 gemeinsam errichtet und soll im kommenden Mai eröffnet werden.