Schmuggel Zoll entdeckte 25 Millionen Zigaretten
Köln/Oberhausen - In Duisburg wurden allein 19,2 Millionen unverzollte Zigaretten beschlagnahmt, im mittelenglischen Felixstowe fielen den Beamten 6,4 Millionen Glimmstängel in die Hände. Bei der Aktion waren deutsche, belgische und britische Zöllner beteiligt.
Der Steuerschaden für den deutschen Fiskus liegt nach Angaben der Kölner Oberfinanzdirektion bei fast vier Millionen Mark. Die Glimmstängel seien jedoch für den britischen Schwarzmarkt bestimmt gewesen, wo der Profit für die international agierenden Schmuggler- Banden wegen der erheblich schärferen Tabakbesteuerung fast drei Mal so hoch sei.
Die vier Container mit der illegalen Fracht waren im belgischen Seehafen Antwerpen entdeckt worden. Von dort wurden sie unter heimlicher Observation des Zolls mit einem Binnenschiff nach Duisburg gebracht und auf Lastwagen umgeladen. Die Zigaretten wurden am Dienstag in einer Oberhausener Müllverbrennungsanlage vernichtet.
Der stetig steigende Steuerausfall in der Europäischen Union (EU) durch illegale Zigaretteneinfuhren wird mittlerweile allein in Deutschland auf drei bis vier Milliarden Mark pro Jahr geschätzt.