Schnee und Eis: Verkehrschaos in Süddeutschland - DER SPIEGEL
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Schnee und Eis Verkehrschaos in Süddeutschland

Der Winter hat Teile Europas weiter fest im Griff. In Süddeutschland führten Schnee und Eis zu chaotischen Verkehrsverhältnissen. Bei Unfällen gab es mehrere Verletzte und mindestens zwei Tote. Auch in Österreich, Tschechien und Bulgarien kam es zu erheblichen Behinderungen.
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Hamburg - In Süddeutschland ist es am Mittwoch wegen starken Schneefalls und Glätte auf den Straßen und Autobahnen zu zahlreichen Unfällen gekommen. Ein Bus mit Gymnasiasten aus Augsburg kam bei Steingaden in Bayern von der verschneiten Fahrbahn ab und kippte um. Sieben Schüler wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt. Bei einem Unfall auf schneebedeckter Straße in der Oberpfalz kam eine 18-jährige Autofahrerin ums Leben. Die Fahranfängerin war mit ihrem Wagen, der nur mit Sommerreifen ausgestattet war, von der Straße geschleudert und gegen einen Baum geprallt.

Die Autobahn München-Salzburg musste in Richtung Salzburg wegen der starken Schneefälle für eine Stunde komplett gesperrt werden. Nach Polizeiangaben gab es dort für Lastwagen und auch für Streufahrzeuge kein Durchkommen mehr. Nahe Uffenheim in Mittelfranken kippte bei starken Schneeverwehungen ein Schneepflug in den Straßengraben. Auch in Baden-Württemberg kämpften die Autofahrer mit Glatteis, es gab einen Toten bei Freudenstadt. Zahlreiche Staus und Unfälle wegen Schneeverwehungen wurden zudem aus Sachsen gemeldet. Am Münchner Flughafen wurden wegen starker Schneefälle 270 Flüge gestrichen. Viele andere waren verspätet.

Auch in Österreich haben heftige Schneefälle zu einem Verkehrschaos geführt. Auf Steigungsstrecken blieben immer wieder Lastwagen stecken oder stellten sich quer. Wegen der andauernden Schneefälle bleibe auch die Lawinengefahr in weiten Teilen der Alpen groß, meldeten die Behörden. In Tschechien führte Neuschnee in Höhe von bis zu 35 Zentimeter zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ohne Schneeketten seien weite Teile des Landes kaum befahrbar, sagte ein Polizeisprecher. Der internationale Flughafen Prag-Ruzyne musste wegen Schneeverwehungen und schlechter Sicht für mehrere Stunden geschlossen werden. In Bulgarien sind nach der Schneeschmelze und heftigen Regenfällen bis zum Mittwoch viele Flüsse über die Ufer getreten. Viele Ortschaften blieben ohne Strom.