Schneechaos Schlittern und Krachen auf den Straßen
Berlin/Magdeburg/Erfurt/Hannover/Leipzig - Vor allem im Norden und Osten der Republik registrierte die Polizei zahlreiche Verkehrsbehinderungen und Unfälle. Meist blieb es aber bei Blechschäden, hieß es.
In Brandenburg waren besonders die Autobahnen A 9, A 10 und A 13 sowie zahlreiche Nebenstraßen betroffen, teilte das Lagezentrum des Innenministeriums in Potsdam mit. Rund um Potsdam gab es auf Grund der Glätte zwischen 00.00 Uhr und 06.00 Uhr knapp 30 Unfälle. Am Samstag und Sonntag hatte es auf Brandenburgs Straßen 819-mal gekracht. Dabei kamen vier Menschen ums Leben, 144 wurden verletzt.
Auf den Autobahnen A 2 Hannover-Berlin und A 14 Magdeburg-Halle kamen die Autofahrer nur mit Schrittgeschwindigkeit voran, berichtete die Polizei in Stendal. Die Autobahn-Parkplätze waren überfüllt. Die Polizei hatte die Autofahrer in der Nacht gebeten, auf den Rastplätzen das Ende der Schneefälle abzuwarten.
Unfallserie in Niedersachsen
Im südlichen Niedersachsen knallte es bis zum Morgen auf der Autobahn A 7 allein im Bereich Hildesheim elfmal. Im Bereich der Kasseler Berge staute sich der Verkehr auf einer Länge bis zu 30 Kilometern. Die Polizei meldete bis zum Morgen 28 Unfälle.
Auch auf einigen Straßen in Thüringen mussten die Autofahrer im Schritttempo fahren, nachdem mehrere Wagen in Straßengräben gerutscht waren. Aus den Höhenlagen des Thüringer Walds meldete die Polizei Schneeglätte und eine dichte Schneedecke. In der Region Nordhausen mussten in der Nacht mehrere Bundesstraßen gesperrt werden, die am Morgen aber wieder frei waren. Eine dichte Schneedecke und Straßenglätte meldeten die Polizeipräsidien auch aus dem Erzgebirge und der Sächsischen Schweiz. Bei zahlreichen Unfällen sei es bisher bei Blechschäden geblieben