Schönheitsköniginnen Miss Kambodscha hat Bikini-Verbot
Phnom Penh - Schon bei der Vorausscheidung dürfen die Frauen auf Anweisung des Kulturministeriums in Phnom Penh keine Bikinis tragen, wie Kem Tola vom Organisationskomitee heute sagte.
Ein Vertreter des Kulturministeriums wies darauf hin, dass auch bei der letzten derartigen Misswahl im Jahr 1995 der Badenmoden-Teil der Veranstaltung untersagt worden war.
Die Siegerin des nationalen Wettbewerbs, die im Oktober feststehen soll, muss laut Organisatoren Extra-Training für die fehlende Disziplin einlegen. "Wir werden mit ihr üben müssen, damit sie qualifiziert genug ist für die Teilnahme beim Miss-Universum-Wettbewerb", sagt Kem Tola. Ob das allerdings ausreicht, ist fraglich.
Vor gut einer Woche war in Los Angeles die diesjährige Miss Universum, die 18-jährige Zuleyka Rivera Mendoza aus Puerto Rico, gekürt worden. Nach dem Wettbewerb hatte eine muslimische Gruppe die Teilnehmerin aus Indonesien, Nadine Chandrawinata, wegen unzüchtigen Verhaltens bei der Polizei angezeigt. Sie war entgegen der Gepflogenheiten ihres Landes im Bikini aufgetreten. "Ihr vulgäres Auftreten bei 'Miss Universum' ist eine Beleidigung für indonesische Frauen", hatte ein Sprecher der Gruppe sich empört. Chandrawinata war bereits in der Vorrunde der Miss-Universum-Wahl ausgeschieden.
Chandrawinata hatte auf den offiziellen Kandidatinnenfotos noch ein Kleid statt Bikini getragen, war dann aber doch knapp bekleidet auf der Bühne erschienen. Andere Kandidatinnen, etwa aus Estland, Malaysia und Libanon, waren beim Bikini-Verbot geblieben und trugen stattdessen einen Badeanzug.
ffr/AFP