Schönheitswettbewerb Blond statt Braun
Frankfurt am Main - Simone Wolf-Reinfurt, die im normalen Leben als Büroangestellte beschäftigt ist, bestätigte am Donnerstag, sie werde Deutschland bei der Wahl zur Miss World vertreten. Ganz wohl fühlt sich die 20-Jährige dabei jedoch offenbar nicht.
Sie hoffe, das der Schönheitswettbewerb, der in Nigeria stattfinden soll, in ein anderes Land verlegt werde, sagte sie. Die politische Lage in Nigeria sei sehr angespannt. "Viele Teilnehmerinnen haben bereits protestiert, und ich habe der 'Miss Germany Corporation' auch meine Bedenken mitgeteilt. Wenn die Hälfte der Frauen droht, nicht mitzumachen, müssen die Veranstalter reagieren."
Die Berlinerin Katrin Wrobel, die im Januar zur Miss Germany gekürt worden war, hatte kürzlich ihren Vertrag mit dem Management "Miss Germany Corporation" gekündigt. Zum einen lag das nach Aussagen ihres Anwalts an Vertragsklauseln, die Wrobel für sittenwidrig hielt. Zum anderen, so ihr Beistand, bräuchte die 1,80-Meter-Frau ein anderes Management, um sich besser vermarkten zu können. Die Kündigung ihres Vertrages mit der Miss-Organisation hatte die 24-Jährige vor Gericht durchgesetzt.