Schröder-Brief: Keine Gewalt beim Geiseldrama - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Schröder-Brief Keine Gewalt beim Geiseldrama

Auch Gerhard Schröder hat sich jetzt in das Geiseldrama auf den Philippinen eingeschaltet. Er appellierte an Präsident Joseph Estrada, "keine Gewalt" anzuwenden, wenn dadurch die Sicherheit der Entführten gefährdet werde.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Jolo/Manila - Verfasser des Briefes sind neben Schröder auch der französische Präsident Jacques Chirac und die finnische Präsidentin Tarja Halonen. Darin warnen die drei Politiker vor "Aktionen oder Erklärungen, die den Moslemrebellen Anlass geben könnten, eine Verhandlungslösung dieses Dramas aufzugeben". Ricardo Puno, der Sprecher Estradas, beteuerte, dass keine Gewalt angewandt werde. "Es wird keine militärische Option geben", sagte er.

Die Moslemrebellen halten neben den beiden Deutschen Werner und Marc Wallert fünf Franzosen, zwei Finnen, einen Südafrikaner, eine Franco-Libanesin und einen Philippiner auf Jolo (Südphilippinen) fest. Die meisten wurden am 23. April von der malaysischen Insel Sipadan verschleppt. Drei französische Fernsehjournalisten gerieten Anfang Juli in die Hände der Abu Sayyaf.

Am Mittwoch hatte der libysche Unterhändler Farouk Hussein berichtet, die Gefangenen sollten in drei Gruppen freigelassen werden. Die Entführer verlangen eine Million Dollar Lösegeld für jede westliche Geisel.

Mehr lesen über