Schülerterror in Bayern Kopf ins Pissoir
München - Die Schüler der Walpertskirchener Hauptschule verschleppten ihren Kameraden regelmäßig auf die Schultoilette, dort schlugen sie dann auf ihn ein und versuchten, den Kopf des Kindes in die Pissoirschüssel zu stecken. Für den 14-Jährigen wurden die Pausen laut Polizei zum "Horrorszenario".
Die Attacken kamen erst ans Licht, als einer der Mitschüler seinem Opfer Ende Januar im Schulhof beide Fäuste in den Bauch rammte und der Junge bewusstlos zusammenbrach. Die Schulleitung schaltete die Polizei ein. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der Mitschüler fanden die Beamten das Filmmaterial, das die Jugendlichen auf eine CD gebrannt hatten. Einer der Jugendlichen beabsichtigte laut Polizeiangaben, das Filmmaterial ins Internet zu stellen.
Das bayerische Kultusministerium appellierte heute an alle Schüler im Freistaat, sich sofort an einen Lehrer zu wenden, wenn sie von Attacken auf einen Mitschüler etwas mitbekommen sollten. Eine Ministeriumssprecherin wertete die Attacken "in diesen Ausmaßen" als Einzelfall.