Schürmannbau: Bund bekommt Schadenersatz - DER SPIEGEL
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Schürmannbau Bund bekommt Schadenersatz

Der Bund bekommt den Schaden am Bonner Schürmannbau nach einem Gerichtsurteil erstattet. Der Rohbau im ehemaligen Regierungsviertel war im Dezember 1993 vom Rheinhochwasser überflutet worden. Baufirmen und Architekten wurden daraufhin auf Millionen Mark verklagt.
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Bonn - Die 1. Zivilkammer des Bonner Landgerichts gab am Dienstag der Klage des Bundes statt. Nach einer so genannten Grundentscheidung der Kammer haften die beauftragten Rohbaufirmen sowie die die Bauaufsicht führenden Architekten für eine fehlende Konsole, die den Rohbau hätte vor Hochwasser schützen sollen. Über die Höhe des Schadens muss die Kammer noch in einem gesonderten Verfahren, einem so genannten Beitragsverfahren, entscheiden.

Rund 200.000 Kubikmeter Wasser waren bei dem Hochwasser in den Rohbau eingedrungen und hatten das Gebäude wie ein Schiff in der Schleuse angehoben. Nach jahrelangem Stillstand wurde der Rohbau weitgehend abgerissen und neu errichtet. Im kommenden Jahr soll die noch in Köln ansässige Deutsche Welle in den Schürmannbau einziehen.

Die Bundesregierung hatte rund 400 Millionen Mark Schadenersatz von den Bauunternehmen und Architekten verlangt. Sie hätten es unterlassen, die Umschließungswände der Hauptbaugrube mit dem Rohbau zu verbinden. Das Gericht folgte dieser Argumentation, sprach aber die ebenfalls in Anspruch genommenen Statiker frei. Gegen das Urteil können alle Parteien Rechtsmittel einlegen.